Postbank will Mitarbeiter durch Automaten ersetzen

Die Postbank muss sparen. Künftig sollen mehr Automaten eingeführt und Filialen zusammengeführt werden. Hintergrund dieser Entwicklung ist dem Postbank-Chef zufolge auch die Niedrigzinspolitik der EZB. Diese habe das „Erlöspotenzial“ verringert.

Die Postbank will ihr Filialnetz verkleinern und Mitarbeiter durch Automaten ersetzen. „Wir wollen die Filialen stärker automatisieren“, sagte Postbank-Chef Frank Strauß im Interview mit der SZ vom Montag. Zudem überlege die Postbank, „in Ballungszentren einige Filialen zusammenzulegen“. In Zukunft werde es auch Filialen geben, in denen nur noch ein Mitarbeiter arbeite, weil ein neues Kassensystem das Vier-Augen-Prinzip unnötig mache.

Das Erlöspotenzial der Banken sei wegen der Negativzinsen gesunken. „Deshalb kommen wir nicht an der Diskussion um Preise vorbei“, sagte Strauß der Zeitung. „Möglich, dass wir auch noch ein kostenloses Konto haben werden, das dann aber nur ganz bestimmte Dienstleistungen einschließt“, ergänzte er.

Mit den Gebühren für Papier-Überweisungen habe die Postbank gute Erfahrungen gemacht. „Die Kunden haben das akzeptiert, ein Teil schätzt die Dienstleistung und bezahlt das, die anderen aber nutzen einfach andere Überweisungsformen“, sagte Strauß. Die Postbank kassiert seit dem vergangenen Jahr 99 Cent für Papier-Überweisungen, bis dahin hatten diese nichts gekostet.

Wegen der anhaltenden Niedrigzinsen verdienen die Banken, Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken deutlich weniger. Viele erhöhen deshalb die Kosten für die Kontoführung oder andere Dienstleistungen.

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