Schlappe für Thyssen-Krupp: Französischer Konkurrent erhält Rüstungsauftrag

Das französische Angebot für den Bau von zwölf U-Booten erfülle die Erfordernisse seines Landes am besten, sagte Turnbull in Adelaide, wo die neue U-Boot-Flotte gebaut werden soll. Die bisherigen, veralteten U-Boote Australiens sollen im Jahr 2026 ausgemustert werden. Thyssen Krupp hatte sich auch beworben.

Der französische Rüstungskonzern DCNS, der mehrheitlich in staatlicher Hand ist, erhält den Zuschlag für den Bau der neuen australischen U-Boot-Flotte. Dies teilte der australische Premierminister Malcolm Turnbull am Dienstag mit. Der Auftrag, um den sich auch das deutsche Unternehmen Thyssen-Krupp sowie ein japanischer Mitbewerber bemüht hatten, ist 39 Milliarden US-Dollar (knapp 35 Milliarden Euro) schwer.

Paris hat begeistert auf einen milliardenschweren U-Boot-Auftrag aus Australien reagiert. Frankreichs Premierminister Manuel Valls sprach von einem „wunderbaren Erfolg“. „Stolz auf unsere Ingenieure, Techniker und Arbeiter“, schrieb er am Dienstag auf Twitter. Der Élyséepalast nannte die Wahl des französischen Anbieters DCNS für den Bau von zwölf U-Booten in einer Mitteilung „historisch“, „Frankreich ist dankbar für das Vertrauen, das Australien ihm beweist“, hieß es weiter. Präsident François Hollande habe Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian gebeten, nach Australien zu reisen.

Kommentare

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  1. Haagadone sagt:

    Aufträge in dieser Größenordnung und dazu auch noch Rüstungsauftrag werden in aller Regel politisch entschieden.Japan und Deutschland als ehemalige Kriegsgegner hatten somit keine Chance. Alles andere ist nur Geschwätz.
    Dass Israel deutsche U-Boote „kauft“ ist eine andere Geschichte, denn diese waren halb oder gar ganz geschenkt und somit nicht vergleichbar.
    Also was soll’s – das Leben geht weiter.

  2. lucki sagt:

    Wen wundert das wirklich ?
    Deutsche Unternehmen bekommen weder einen Bahnhoif (S21) noch einen
    Flughafen (BER) zustande.
    So jemandem gibt man nicht die Sicherheit seines Landes zur See in die Finger.