Gewinn der Deutschen Bank halbierte sich

Der Gewinn der Deutschen Bank hat sich im ersten Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum halbiert. Unter dem Strich standen von Januar bis März 214 Millionen Euro. Zu Jahresbeginn 2015 waren es 544 Millionen Euro.

Gründe für den Gewinnrückgang seien zum einen das „schwierige Umfeld“, zum anderen der Rückzug aus bestimmten Geschäften im Rahmen der neuen Strategie, wie Bankchef John Cryan erklärte.

Die Finanzmärkte seien im ersten Quartal schwierig gewesen; in ihnen hätten sich Zweifel an der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft widergespiegelt, erklärte Cryan. Deshalb hätten sich die Kunden an den Kapitalmärkten zurückgehalten, und die Erträge der Bank seien vor allem im Wertpapierhandel und bei Unternehmensfinanzierungen rückläufig gewesen. Hinzu kam, dass die Bank sich aus bestimmten Geschäftsfeldern zurückgezogen oder diese deutlich reduziert habe.

Die Deutsche Bank hatte Ende Januar einen Verlust in Höhe von 6,8 Milliarden Euro für das Jahr 2015 bekannt gegeben. Das war so viel wie nie zuvor in ihrer Geschichte. Einer der wesentlichen Gründe dafür waren hohe Kosten und Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten. Allein 2015 belief sich die Gesamtsumme dafür auf 5,2 Milliarden Euro.

Im ersten Quartal 2016 nun musste die Bank „deutlich niedrigere Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten“ leisten – die Aufwendungen insgesamt gingen daher um 17 Prozent zurück, wie das Geldinstitut mitteilte.

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