Österreich braucht mehr Geld für Forschung

Insgesamt verfügt Österreich im EU-Vergleich weiterhin noch über eine sehr gute Forschungsquote. Doch die Ausgaben von Unternehmen und vom Staat werden in diesem Jahr stagnieren. Die Elektronikindustrie fordert daher eine höhere Forderung.

In diesem Jahr werden die Bruttoinlandsausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) etwa 3,07 Prozent des BIP ausmachen. Das entspricht Ausgaben in Höhe von 10,47 Milliarden Euro. Damit liegt sie das dritte Jahr in Folge über dem EU-Schnitt. Allerdings lagen die F&E-Ausgaben 2015 noch bei 3,10 Prozent.

Das meiste steuern dabei die nationalen Unternehmen bei. Auf sie entfallen immerhin 47,8 Prozent der Ausgaben in diesem Bereich. „Der Unternehmenssektor ist weiterhin der quantitativ wichtigste volkswirtschaftliche Sektor für die Finanzierung der Forschung in Österreich“, heißt es von Seiten des österreichischen Statistikamtes. Aus dem öffentlichen Sektor werden etwa 35,7 Prozent der Ausgaben kommen. Die restlichen Förderungen kommen aus dem Ausland.

In Zeiten von Industrie 4.0, Biotech, Fintech und einer zunehmenden Internationalisierung spielen Forschung und Entwicklung eine tragende Rolle bei der Positionierung Österreichs am internationalen Markt. Darauf verweisen auch die Elektro- und die Elektronikindustrie. „Gezielte Forschungsförderung von Schlüsseltechnologien ist der technologische und wirtschaftliche Vorsprung von morgen“ zitiert die Handelskammer Lothar Roitner, Geschäftsführer des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI). „Mit der Reinvestition der Breitbandmilliarde muss sowohl die Telekominfrastruktur als auch die Forschung und Entwicklung von Schlüsseltechnologien gezielt gefördert werden“.

200 Millionen Euro zusätzlich sollten dem Fachverband zufolge in die Branche investiert werden. Der Ausbau von leistungsfähigen F&E-Infrastrukturen, welche innovative IKT-Anwendungen entwickeln, sei von systemrelevanter Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Österreich. „Der Staat ist hier gefordert, zukunftsorientierte und nachhaltige Investitionsanreize zu schaffen!“, so Roitner.

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