Frankenstärke hält Mittelstand vom Energiesparen ab

Der Schweizer Mittelstand hat im vergangenen Jahr weniger auf Energiesparen gesetzt als zuvor. Der starke Franken hat dazu geführt, dass die erstmaligen Investitionen zum Energiesparen trotz Hilfe durch die Stiftung Klimaschutz zu hoch für die KMU waren.

Für Schweizer und Liechtensteiner Unternehmen war es im vergangenen Jahr schwierig, Energie zu sparen. Insgesamt nutzten nur 263 Unternehmen die Unterstützung der Stiftung Klimaschutz, die Unternehmen beim Energie- und CO2-Sparen unterstützt. „Diese Zahl setzt sich zusammen aus fünf Innovations- und 57 Energieeffizienzprojekten“, heißt es im aktuellen Jahresbericht der Stiftung. Der starke Franken und das schwache Wachstum haben für viele interessierte Unternehmen eine Investition in Energieeffizienz trotz Unterstützung durch die Stiftung nicht möglich gemacht.

Die Stiftung wurde nach Einführung der CO2-Lenkungsabgabe ins Leben gerufen. Die Lenkungsabgabe wird seitdem auf Brennstoffe erhoben. Das soll einerseits als Anreiz zum Energiesparen dienen und andererseits werden über diese Einnahmen Unternehmen über die Stiftung finanziell unterstützt und beraten. Insgesamt wurden die Unternehmen mit einer Summe von Höhe von 1,5 Millionen Schweizer Franken unterstützt. Einschränkungen des Förderrahmens hatten neben der sinkenden Zahl der Energiesparer zu einem Rückgang der Fördersumme geführt. Die meisten Fördergelder wurden für die Bereiche Abwärme-Nutzung, Apparate- und Geräte-Ersetzen sowie das Dämmen von Gebäuden und Leitungen eingesetzt. Aber auch individuelle und neuwertige Lösungen, unter anderem im Bereich der Elektrofahrzeuge, machen einen immer wichtigeren Teil der Effizienzmaßnahmen aus.

Wie Unternehmen aussehen, die von der Förderung der Stiftung profitieren, zeigt das Unternehmen Fluid Solids. Das Unternehmen stellt Plastik aus Naturfasern her und wurde mit 64.000 Franken gefördert. Die Software für effizienten Energieeinsatz der Firma Wattelse erhielt 29.000 Franken.

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