Trotz Staatshilfe: US-Industrie schwächelt

Die US-Industrie ist mit etwas weniger Schwung ins Frühjahrsquartal gestartet. Der Einkaufsmanagerindex sank im April um 1,0 Zähler auf 50,8 Punkte. Bauausgaben der Regierung haben die Industrie vor einem deutlicheren Rückwärtsgang noch bewahrt.

Mit 50.8 Punkten liegt das Barometer zwar noch über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Doch der Rückgang um einen Punkt ist deutlich. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem geringeren Rückgang auf 51,4 Punkte gerechnet. „Der Index enttäuscht leicht“, sagte Helaba-Ökonom Ralf Umlauf. „Die Hoffnungen auf eine deutliche konjunkturelle Belebung ruhen weiterhin auf dem Dienstleistungsgewerbe.“

Im ersten Quartal bekam die weltgrößte Volkswirtschaft den starken Dollar und Probleme der Schwellenländer zu spüren und wuchs nur mit einer Jahresrate von 0,5 Prozent. Entsprechend versuchte der Staat mit der Bauindustrie die Wirtschaft zu stützen.

Die Bauausgaben in den USA sind im März auf das höchste Niveau seit rund achteinhalb Jahren gestiegen. Sie kletterten um 0,3 Prozent auf einen auf das Jahr hochgerechneten Wert von 1,14 Billionen Dollar, wie das Handelsministerium am Montag mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten ein Plus von 0,5 Prozent erwartet. Im Februar hatte es nach revidierten Daten einen Anstieg von 1,0 Prozent gegeben.

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