Commerzbank-Gewinn bricht ein

Der Gewinn der Commerzbank ist im ersten Quartal um mehr als die Hälfte eingebrochen. Unter dem Strich lag das Konzernergebnis nur noch bei 163 Millionen Euro. Die Niedrigzinsen und die Flaute an den Kapitalmärkten haben Deutschlands zweitgrößter Bank zu Jahresbeginn schwer zu schaffen gemacht.

Der Gewinn der Commerzbank ist in den ersten drei Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahresquartal stark geschrumpft: Er fiel von 338 Millionen Euro auf 163 Millionen Euro, wie Deutschlands zweitgrößte Bank am Dienstag mitteilte. Finanzvorstand Stephan Engels machte die „schwierige Situation an den Kapitalmärkten“ und „die weitere Verschärfung des Zinsumfelds“ verantwortlich. Dennoch habe die Bank ein „ordentliches Ergebnis“ erzielt.

Vor allem das Mittelstandsgeschäft und das Investmentbanking lieferten schlechte Ergebnisse. Die niedrigen Zinsen bescherten der Bank auf der anderen Seite aber bei ihren Privatkunden „ein sehr gutes Kreditgeschäft“, wie das Institut erklärte. Das Kreditvolumen stieg demnach im ersten Quartal um acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bei Baufinanzierungen wuchs der Wert der Neugeschäfte um acht Prozent, bei Konsumentenkrediten sogar um 44 Prozent.

Die Commerzbank konnte zudem weiter neue Kunden gewinnen – im ersten Quartal kamen 59.000 netto hinzu, wie die Bank mitteilte. Seit Ende 2012 sind demnach fast 880.000 Neukunden bei der Commerzbank gelandet.

Im vergangenen Jahr hatte das Institut unter dem Strich 1,06 Milliarden Euro verdient. Erstmals seit 2008 erhalten die Aktionäre daher eine Dividende in Höhe von 20 Cent je Anteilschein.

Kommentare

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  1. syssiphus sagt:

    Negativzinsen hatte die Commerzbank doch schon einmal getestet und die Kunden sind abgewandert.Also was bringt das nun beim zweiten Versuch ?