Regierung will Betriebsrenten fördern

Der Wahlkampf hat begonnen. Im Streit um die verlorenen Renten will die Bundesregierung nun ein Förderprogramm für Betriebsrenten auflegen, das Geringverdienern zugutekommen soll.

„Unser Ziel ist, dass Geringverdiener jährlich 400 bis 450 Euro für die Betriebsrente ansparen, ohne dass dadurch ihr Nettoeinkommen reduziert wird“, sagte der parlamentarische Finanzstaatssekretär Michael Meister (CDU) der Rheinischen Post. Dies sei „ein wesentlicher Beitrag gegen Altersarmut“.

Offen ist demnach noch, bis zu welcher Einkommenshöhe der Zuschuss gezahlt werden soll. Ein Gutachten im Auftrag des Bundesfinanzministeriums habe als Grenze einen Monatslohn von brutto 1.500 Euro oder einen Jahresverdienst von 18.000 Euro genannt, berichtete die Zeitung. Die Gutachter hätten empfohlen, als Zuschuss 154 Euro pro Jahr zu zahlen und damit genau so viel wie bei der Riester-Rente zur privaten Altersvorsorge.

Es müsse sich auch für Menschen mit geringem Einkommen lohnen, in die private und betriebliche Altersvorsorge zu investieren, „denn die gesetzliche Rente reicht den meisten nicht für ein komfortables Leben im Alter“, argumentierte Meister. Es solle daher ein „Werbefeldzug für mehr eigene Vorsorge“ gestartet werden.

Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) hatte im April eine Rentenreform noch für diese Legislaturperiode angekündigt und dabei auch Betriebsrenten als ein Thema genannt. Ein Gesamtkonzept für die Reform will Nahles im Herbst vorlegen.

Kommentare

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  1. Der Biel sagt:

    Und das geld wird dann mit Hartz 4 verrechnet. Das ist echt Toll, für den Geringverdiener, so hat man zumindest schriftlich das man ein Depp der Nation ist.

  2. H. J. Weber sagt:

    Wer dann meint, dass es noch weitere 30 Jahre ansparen kann, um dann etwa 15 Jahre in Alter davon seine Rente aufbessern zu können, der muss schon sehr naiv sein.
    Das Geld wird gesammelt, in Staatsanleihen angelegt und ist bei dem nächsten Schuldenschnitt, der weltweit stattfinden wird, weg.
    Kauft lieber regelmäßig ein paar Goldmünzen.
    Die können ohne Abzüge im Alter verbraucht werden; und wenn nicht, bleibt sie für die Kinder.
    Von Betriebsrenten müssen noch Steuern und Krankenkassenbeiträge (aktuell 16%) gezahlt werden; da ist jede Rendite im Eimer.
    Kurssteigerung bei Gold seit 1970, im Schnitt, 8,4% jährlich.
    Seit 2009 (heute aktuell in Euro) 71%.
    Und alles **ganz legal** Steuern und Abgabenfrei.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

    • Stefan Bode sagt:

      Auch über Betriebsrenten kann Gold, Immobilien und Aktien gekauft werden. Das Unternehmen darf halt nicht die Durchführung über die Versicherung wählen sondern muß dann über die reine Pensionszusage oder die pauschal dotierte Unterstützungskasse gehen. Vorteil: Weniger Kosten, besserer Insolvenzschutz, Mehr Freiheit in der Kapitalanlage, denn die Rente muß nicht in Geldeinheiten ausgezahlt werden, sondern es kann auch Immobilieneigentum, Kohle, Bier usw. übertragen werden.