Österreich: Bundeskanzler Werner Faymann tritt zurück

Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann tritt von allen Ämtern zurück. Das erklärte der Vorsitzende der sozialdemokratischen Partei SPÖ am Montag im Bundeskanzleramt in Wien.

Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann tritt überraschend von all seinen Ämtern zurück. Das meldete die Nachrichtenagentur APA am Montag. Der Sozialdemokrat war seit Monaten unter Druck – vor allem wegen der Flüchtlingspolitik: Faymann hatte eng mit Bundeskanzlerin Angela Merkel kooperiert und war bis vor kurzem ihr letzter Verbündeter in Sachen „Willkommenskultur“.

Die FPÖ profitierte von diesem Kurz und ist mittlerweile stärkste Partei in den Umfragen. Als Deutschland im JAnuar jedoch damit begann, Wirtschaftsflüchtlinge zurückzuschicken, musste Faymann zurückrudern. Hatte er sich zuvor noch geweigert, das Wort „Zaun“ überhaupt in den Mund zu nehmen, musste Österreich nun wegen der deutschen Haltung seine Grenzen dichtmachen.

Die Aktion hat Faymann nicht genützt: In der ersten Runde der Bundespräsidentenwahl erlebte der SPÖ-Kandidat mit 11 Prozent ein Debakel. Vor allem in den Gewerkschaften regte sich nun massiver Widerstand gegen Faymann. Die Gewerkschaften fordern unter anderem ein Ende der Quarantäne für die FPÖ – zumal sich abzeichnet, dass die SPÖ auf Jahre hinaus ohne Chance auf eine eigene Mehrheit ist.

Zuletzt senke der mächtige Wiener Landeshauptmann Michael Häupl den Daumen – womit Faymanns Schicksal innerhalb weniger Tage besiegelt war.

Kommentare

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  1. hugin sagt:

    FAYMANN WILL NACH BRÜSSEL
    Der immer lächelnde Bundeskanzler hat keine Matura, keine Berufsausbildung, war nur Taxifahrer und im Lebenslauf fehlen 7 Jahre. (Fremdenlegion?)
    Solche Personen werden in Brüssel Karriere machen.

  2. Kulleraugen sagt:

    Verrat hat sich für die Inetrnationale Linke an der EU Bevölkerung nicht gerechnet