Autozulieferer Hay geht an japanischen Konkurrenten

Der rheinland-pfälzische Autozulieferer Hay gehört künftig seinem japanischen Konkurrenten Musashi Seimitsu. „Der jetzige Eigentümerwechsel ist ein weiterer logischer Schritt von Hay, der für Kunden und Mitarbeiter neue Potenziale bringt“, sagte Ralph Onken von der Hay Group.

Der Finanzinvestor The Gores Group, der das Unternehmen aus Bad Sobernheim vor vier Jahren erworben hatte, hat mit Musashi einen neuen Eigentümer gefunden, wie beide am Montag mitteilten. Die börsennotierte japanische Firma bezifferte den Kaufpreis auf 361 Millionen Euro. Für die aus Los Angeles stammende Gores ist das ein glänzendes Geschäft: Sie war bei Hay günstig eingestiegen, als das damalige Familienunternehmen knapp an der Insolvenz vorbeigeschrammt war.

Seither hat sich der 1925 als Schmiede gegründete Hersteller von Schwungrädern, Zahnkränzen für Getriebe und Anlasser sowie anderen Getriebeteilen gut entwickelt. Drei Unternehmen – unter anderem die deutsche Metallumform – wurden zugekauft, in China ein neues Werk gebaut. Lag der Umsatz vor dem Einstieg von Gores bei gut 400 Millionen Euro im Jahr, peilt Hay nun innerhalb von zwei bis drei Jahren 650 Millionen Euro an. Das Unternehmen könne auch unter dem neuen Eigentümer auf Erfolgskurs bleiben, sagte Gores-Manager Igor Chacartegui. Organisiert hatte den Verkauf die Investmentbank Rothschild.

„Musashi ist auf vergleichbaren Technologiefeldern im Antriebstrag bei Fahrzeugen präsent, ohne dass es zu Überschneidungen kommt, die die Struktur oder die Arbeitsplätze gefährden“, heißt es in einer Mitteilung der Hay Group. Musashi erwirtschaftete mit 13.000 Beschäftigten in 27 Werken weltweit einen Umsatz von rund 1,3 Milliarden. „Die künftige Strategie setzt auf Wachstum, Technologie und globale Präsenz.“

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