Kräftiger Gewinneinbruch bei ThyssenKrupp

Der Industriekonzern ThyssenKrupp muss wegen der schwierigen Lage bei Stahl und anderen Materialien einen starken Gewinneinbruch hinnehmen. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres lag der Nettogewinn bei 37 Millionen Euro.

Das waren gut 60 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Entwicklung des Unternehmens werde „weiterhin durch die äußerst schwierigen Bedingungen auf den Werkstoffmärkten“ beeinträchtigt. „Hoher Importdruck und Kaufzurückhaltung der Kunden spiegeln sich im starken Verfall der Werkstoffpreise in der 1. Hälfte des laufenden Geschäftsjahres bei Auftragseingang, Umsatz und vor allem auch im Ergebnis der Werkstoffgeschäfte wider“, so das Unternehmen.

Als Konsequenz senkte ThyssenKrupp den Ausblick für das Gesamtgeschäftsjahr, das bis Ende September läuft. Es sei mit einem bereinigten Ergebnis von „mindestens 1,4 Milliarden Euro“ zu rechnen. Zuvor hatte der Konzern noch 1,6 bis 1,9 Milliarden Euro erwartet.

Derzeit sei zwar eine „Erholung bei den Werkstoffpreisen“ zu beobachten, erklärte ThyssenKrupp-Vorstandschef Heinrich Hiesinger. „Diese Erholung kommt aber später als ursprünglich erwartet, von einem niedrigeren Niveau, und wird sich zusätzlich erst zeitversetzt in unseren Kennzahlen widerspiegeln.“

ThyssenKrupp durchläuft einen tiefgreifenden Umbau: Der Konzern will sich angesichts schwankender Stahlpreise unter anderem stärker auf den Bau von Aufzügen und Autoteilen konzentrieren. Wie andere europäische Stahlkonzerne auch kämpfen die Essener mit Billigkonkurrenz vor allem aus China.

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