China warnt vor Überkapazitäten in Auto-Industrie

Auf dem weltgrößten Fahrzeugmarkt China laufen wegen der schwächelnden Nachfrage die Bänder in den Autofabriken langsamer. Vergangenes Jahr hätten fast sechs Millionen mehr Autos gebaut werden können als die 24,6 Millionen, die tatsächlich verkauft worden seien, teilten die Nationale Planungsbehörde und der Branchenverband mit.

Mit einer Auslastungsrate von nur rund 50 Prozent bestehe das Problem vor allem bei Nutzfahrzeugen. Bei Pkws würden die Kapazitäten mit rund 80 Prozent noch deutlich besser ausgelastet.

Die chinesischen Staatsplaner warnen davor, dass sich die Überkapazitäten noch weiter wachsen könnten. Sie forderten die Hersteller auf, nicht blind in neue Fabriken zu investieren. Stattdessen sollten internationale Kooperationen eingegangen werden. Zugleich empfahlen die Wirtschaftslenker den Unternehmen, verstärkt auf neue Produkte und Technologien zu setzen. Chinas Regierungschef Li Keqiang will die Wirtschaft umstrukturieren und die Nachfrage im eigenen Land ankurbeln.

Der Autoabsatz in China schwächte sich zuletzt ab Im April legte er im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 Prozent zu. Im März hatte das Plus bei 8,8 Prozent gelegen. Die nun leerstehenden Autofabriken waren noch zu Zeiten geplant worden, als der Pkw-Absatz mit zweistelligen Raten nach oben schnellte. Auch deutschen Autobauern setzt die Entwicklung zu. China macht derzeit das niedrigste Wirtschaftswachstum seit 25 Jahren zu schaffen.

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