Österreich einigt sich im Heta-Streit mit wichtigen Gläubigern

Im milliardenschweren Streit um die Abwicklung der österreichischen Krisenbank Heta ist eine Lösung in Sicht. Die österreichische Bundesregierung teilte am Mittwoch mit, man habe sich mit wichtigen Gläubigern der Heta im Grundsatz geeinigt.

Zu dem nachgebesserten Angebot an die Anleihegläubiger steuert das Bundesland Kärnten 1,2 Milliarden Euro bei, das für Anleihen über elf Milliarden Euro garantiert hatte. Der Rest werde von der Bundesregierung abgedeckt. Die Offerte solle im September vorgelegt werden. Finanzminister Hans Jörg Schelling sagte, damit lasse sich eine Insolvenz der Heta und Kärntens abwenden.

Nach dem Vorschlag kauft Kärnten die erstrangigen Anleihen zu 75 Prozent des Nennwerts zurück, nachrangige Papiere zu 30 Prozent. Die Gläubiger können die Erlöse in neue Nullkupon-Anleihen mit einer Laufzeit von dreizehneinhalb Jahren reinvestieren, womit sie ihre Rückzahlungsquote erhöhen könnten. Nach dem ersten, gescheiterten Vorschlag hatte Österreich eine Laufzeit von 18 Jahren angeboten.

Gläubiger von knapp der Hälfte der erstrangigen Papiere hätten eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet, hieß es in der Mitteilung. Sie hielten Anleihen über 4,9 Milliarden Euro. Die Regierung zeigte sich zuversichtlich, die nötigen Mehrheiten zu erhalten.

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