Österreichs Unternehmen in Kauflaune

Die Hoffnungen der Manager hinsichtlich einer Verbesserung der Weltwirtschaft sind eher verhalten. Nur etwa 37 Prozent glauben, dass sich die Situation bessert. Im Herbst des vergangenen Jahres waren es noch 83 Prozent. Trotz dieser Entwicklung sind die Unternehmen in Österreich weiter auf Einkaufstour und wollen sich mit entsprechenden Fusionen bzw. Zukäufen am Markt behaupten.

Im vergangenen Jahr hat es entsprechend in Österreich am M&A-Markt 252 Transaktionen gegeben. „Das Übernahmekarussell hat sich nach einem bereits starken M&A-Jahr 2015 im ersten Quartal 2016 weiter beschleunigt“, sagt Eva-Maria Berchtold von EY. 71 Transaktionen in den ersten drei Monaten des Jahres bedeuten im Vergleich zur Vorjahresperiode eine Steigerung um fast ein Viertel. „Dazu kommt, dass der Markt ein starkes Momentum zeigt: Mehr als zwei Drittel der angekündigten Transaktionen sind bereits geschlossen. Die Zeichen für ein starkes M&A-Jahr stehen sehr gut“, so Berchtold.

Doch während die österreichischen Unternehmen im vergangenen Jahr vor allem auf die Branchen Real Estate und Financial Service gesetzt hatten, zeichnet sich nun ein Umdenken ab. Der Fokus liegt nun auf den Branchen Technologie, Konsumgüter und Industrie.

Weltweit erreichten die Transaktionen 2015 ein Rekordniveau in Höhe von 2,7 Billionen Euro: Ein Plus von 45 Prozent. 33.000 Transaktionen wurden durchgeführt. „Weltweit ließen sich die Käufer eine Übernahme im Durchschnitt 83 Millionen Euro kosten.“ Der Trend wird aller Voraussicht nach anhalten. Jedes vierte Unternehmen plant in den kommenden zwölf Monaten einen Zukauf im Umfang von 250 Millionen Dollar.

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