Arbeitsmarkt-Reform in Frankreich: Benzin wird wegen Protesten knapp

Die Proteste gegen die von der sozialistischen Regierung geplante Reform des Arbeitsmarktes haben zur Verknappung des Benzin-Angebots geführt. Hunderte Tankstellen des Total-Konzerns konnten die Nachfrage aufgrund von Streiks in Raffinerien nicht mehr bedienen. Streiks an Öl-Raffinerien des französischen Konzerns Total...

Die Proteste gegen die von der sozialistischen Regierung geplante Reform des Arbeitsmarktes haben zur Verknappung des Benzin-Angebots geführt. Hunderte Tankstellen des Total-Konzerns konnten die Nachfrage aufgrund von Streiks in Raffinerien nicht mehr bedienen.

Streiks an Öl-Raffinerien des französischen Konzerns Total führten zu kurzzeitigen Hamsterkäufen an Tankstellen, wie Reuters berichtet. Mehr als 300 Zapfstationen von insgesamt 2200 Total-Tankstellen hatten laut Branchenverband UFIP nicht mehr genügend Benzin, um die Nachfrage besorgter Autofahrer zu bedienen. Total betreibt jede fünfte Tankstelle in Frankreich. Der Konzern musste wegen der Proteste einige Raffinerien vorübergehend stilllegen. Außerdem wurden Öldepots von Demonstranten blockiert. Die europäischen Konkurrenten Shell und Eni waren nicht betroffen.

Der Unmut von Demonstranten und Gewerkschaften richtet sich gegen gelockerte Arbeitsgesetze, die Unternehmern nach Willen von Präsident Francois Hollande auch betriebsbedingte Kündigungen erleichtern sollen. Die Regierung hofft, mit dieser Flexibilität die Hürde für Neueinstellungen zu senken und so die hohe Erwerbslosigkeit in den Griff zu bekommen. Die Maßnahmen treffen jedoch in dem Land mit einer hohen Jugendarbeitslosigkeit auf Widerstand.

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