Van der Bellen gewinnt Präsidentenwahl in Österreich

Nach dem vorläufigen Endergebnis gewann van der Bellen die Stichwahl gegen den FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer mit 50,3 gegen 49,7 Stimmen. In der ersten Runde hatte Hofer noch 14 Punkte vor seinem Konkurrenten gelegen.

Der unabhängige Kandidat Alexander Van der Bellen hat die Stichwahl zum Bundespräsidenten in Österreich gewonnen. Innenminister Wolfgang Sobotka teilte am Montag in Wien mit, nach Auszählung der Briefwahlstimmen habe der Ex-Chef der Grünen 50,3 Prozent der Stimmen gewonnen. Auf den Gegenkandidaten Norbert Hofer von der rechtspopulistischen FPÖ entfielen demnach 49,7 Prozent. Ausschlaggebend für das Wahlergebnis waren die rund 700.000 Briefwahlstimmen.

Der designierte Bundespräsident Alexander Van der Bellen will das im Wahlkampf in zwei politische Hälften gespaltene Land wieder vereinen. „Ich werde Österreich nach außen und gegenüber Europa, gegenüber der Welt, bestmöglich vertreten und nach innen versuchen, das Verbindende, das Verbindliche, Kooperative in den Vordergrund zu stellen“, umriss er am Montag in seiner ersten Rede nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses sein Programm.

Die „aufgerissenen Gräben“ hätten schon länger bestanden, nur habe man sie vielleicht nicht gesehen, sagte Van der Bellen. Sein Augenmerk wolle er nicht auf die „Polarisierung“, sondern auf die „Politisierung“ richten. „Ich finde, man kann den Gleichstand auch so sehen, wir sind eben gleich. Es sind zwei Hälften, die Österreich ausmachen“, sagte der frühere Parteichef der Grünen.

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