Mitarbeiter von Atomkraftwerken in Frankreich streiken

In Frankreich werden als Teil der Proteste gegen eine geplante Arbeitsmarktreform alle 19 Kernkraftwerke des Landes bestreikt. Eine Sprecherin der Gewerkschaft CGT kündigte am Mittwoch den Beginn für die Abendstunden an.

Im Rahmen der Proteste gegen die Arbeitsrechtsreform in Frankreich haben die Mitarbeiter von 16 der 19 Atomkraftwerke des Landes für einen Streik am Donnerstag gestimmt. Ein Sprecher der Gewerkschaft CGT Energie sagte am Mittwochabend der Nachrichtenagentur AFP, die Belegschaft habe in allen Akws, in denen CGT die Mehrheit habe, für den Ausstand votiert. Demnach sind bereits die Kraftwerke von Cordemais, Gardanne und Porcheville im Streik.

Ob der Streik zu einer Verringerung der Stromproduktion führt, hängt laut CGT-Vertretern von den Sicherheitsanforderungen, der Zahl der Streikenden und der Produktionsphase ab, in der gestreikt werde. Neben der im Energiesektor führenden Gewerkschaft CGT hat auch die rivalisierende Gewerkschaft FO ihre Mitglieder im Energiesektor aufgerufen, noch nachdrücklicher bei dem Aktionstag gegen die Arbeitsrechtsreform am Donnerstag ihren Unmut kundzutun.

Aus Protest gegen die Reform blockieren Aktivisten schon seit Tagen Erdölraffinerien und Treibstoffdepots und streiken in den Anlagen. Sechs der acht Raffinerien des Landes stehen wegen der Proteste still oder arbeiten nur mit verminderter Leistung. Das führte zu derartigen Engpässen, dass die Regierung auf die strategischen Treibstoffreserven zurückgreifen musste. Trotz der wochenlangen Proteste gibt sich die Regierung aber entschlossen, an der Reform festzuhalten.

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