Österreichs Onlinehändler geraten ins Visier der Wettbewerbshüter

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Fusionen, die die Bundeswettbewerbsbehörde zu prüfen hatte, noch einmal deutlich gestiegen. Um 44 Fälle auf 366. Dabei handelt es sich aber ausschließlich um nationale Zusammenschlüsse, wie aus dem aktuellen Tätigkeitsbericht hervorgeht. Zusätzlich dazu gab es auch 337 EU-Zusammenschlüsse, die zur Debatte standen.

Überwiegend ging es dabei um Zusammenschlüsse aus der Online-, Lebensmittel- und Stahlbranche. „Insgesamt wurden 12 Hausdurchsuchungen durchgeführt und auf Antrag der BWB Geldbußen in der Höhe von 34,8 Millionen Euro durch das Kartellgericht verhängt“, so die Behörde. Im Jahr zuvor hatte die Bundeswettbewerbsbehörde ein Strafvolumen von etwa 25 Millionen Euro verhängt.

Die Bildung neuer Fusionen in Österreich geht indes weiter. Im ersten Quartal des Jahres gab es Ernst & Young zufolge 71 Übernahmen und Fusionen. Das sind fast 25 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 252 Fusionen bzw. Übernahmen. Vor allem Immobilien und der Finanzsektor standen im Fokus. „Megatrends wie die Digitalisierung oder die Energiewende zwingen Unternehmen, sich neu aufzustellen und in neue Technologien zu investieren“, sagt EY-Expertin Eva-Maria Berchtold.

Weltweit nahmen Unternehmen im vergangenen Jahr 2,7 Billionen Euro zur Hand, um Fusionen und Übernahmen zu finanzieren. Allerdings stieg das Transaktionsvolumen deutlich kräftiger an als die Zahl der geschlossenen Deals insgesamt.

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