Österreicher entwickeln Super-Ladestationen für E-Autos

Die Firma Kreisel Electric hat eine Batterie entworfen, mit der E-Autos bis zu 300 Kilometern fahren könnten. Darüber hinaus arbeitet sie zusätzlich an einer super schnellen Ladestation. Entstehen sollen die Batterien in einer umweltfreundlichen Fabrik.

18 Minuten Ladezeit für eine Reichweite von 300 Kilometern – so schnell und ausdauernd ist momentan nicht einmal Tesla, aber die Firma Kreisel Electric in Österreich. Das Unternehmen hat eine Batterie entwickelt, die die E-Autos mit einer extra Portion Freilebigkeit ausstatten könnte: Die 85 KWH-Batterie. „Bei der patentierten Kreisel Electric Anordnung und Ummantelung der Batteriezellen wird jede Zelle mit Flüssigkeit umspült, diese zirkuliert konstant von Zelle zu Zelle“, gibt das Unternehmen an. „Wenn man so eine Batterie wirklich permanent mit 220 kW entlädt und mit 140 kW wiederauflädt, kann man mit 500 Zyklen rechnen“, schreibt Markus Kreisel auf der Webseite des Unternehmens.

Derzeit lässt das Unternehmen in Oberösterreich eine Batterie-Fabrik bauen. Im März soll sie eröffnet werden. Die Fabrik soll über eine komplett automatisierte Fertigungslinie verfügen, die hier jedes Jahr Batteriepacks mit einer Kapazität von 800.000 Kilowattstunden produzieren kann:

„Das Dach des Fabrikgebäudes wird eine Photovoltaikanlage (200 kWp) erhalten. Ein stationärer Speicher mit Kreisel-Batterien (1.000 Kilowattstunden) sichert die kontinuierliche Versorgung mit selbst produziertem PV-Strom für Gebäude und Ladesäulen. Die Wärmeversorgung wird durch die Nutzung von Abwärme der Produktionsmaschinen sowie Wärmepumpen sichergestellt.“

Doch die Batterie ist nicht das einzige, was die Firma in Sachen Elektro-Auto anbietet. Derzeit arbeitet Kreisel Electric an Ladestationen, die die 18-minütige Ladezeit auch tatsächlich erreicht. Während die herkömmlichen Ladesäulen auf eine Leistung zwischen 11 oder 22 Kilowatt und Schnelladesysteme bisher auf 50 Kilowatt kommen, soll die neue Säule eine Ladeleistung von 200 Kilowatt erreichen.

Da die Stromnetze diese Leistung in der Regel nicht hergeben, soll die Super-Elektro-Zapfsäule mit zusätzlich noch einer Batterie versehen werden. Aufgeladen durch das Stromnetz gibt die Batterie den zusätzlichen Strom dann beim Aufladen des Autos ebenfalls mit ab. Die Säulen jedoch will das Unternehmen nicht selbst produzieren. Hierfür suchen sie nach einer Zusammenarbeit mit einem Hersteller für Ladesäulen.

 

Kommentare

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  1. Rudolf Steinmetz sagt:

    WÄRENDESSEN müht sich der Volkswagenkonzern um eine „strategische Entscheidung“ für eine Batterie-Fabrik. Lächerlich!

  2. Ecke sagt:

    Und woher soll der Strom für, sagen wie einmal 2 Millionen E Autos herkommen? Wir sprechen hier von einer Ladeleistung von 200 KW.

    • Rudolf Steinmetz sagt:

      Aus Netzen mit „Smart Grid“-Design – ein Riesenmarkt u.a. für den schlafenden Riesen SIEMENS.