Minister sagt Milchbauern mindestens 100 Millionen Euro zu

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt will die unter einem Preiseinbruch leidenden Milchbauern umgehend unterstützen. Er gehe von Investitionen im dreistelligen Millionenbereich seitens des Bundes aus.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt will den in Not geratenen Milchbauern mit mindestens 100 Millionen Euro unter die Arme greifen. Diese Mittel würden vom Bund bereitgestellt, sagte der CSU-Minister am Montag in Berlin nach einem Treffen mit Vertretern der Milchwirtschaft und des Einzelhandels. Er werde Gespräche mit Finanzminister Wolfgang Schäuble, der Bundestagsfraktion und den Bundesländern führen, um zusätzliche Mittel für die Milchviehhalter über die 100 Millionen Euro hinaus zu mobilisieren. Die Mittel sollten den Landwirten in Form von Liquiditätshilfen und anderen Entlastungen zu Gute kommen.

Grundsätzlich seien jedoch strukturelle Änderungen auf dem Milchmarkt nötig, betonte der Minister: “Ein ‚weiter so‘ kann es nicht geben.“ Die über 70.000 Milchbauern in Deutschland leiden unter einem Verfall der Preise. Viele können mit den Erlösen nicht mehr ihre Kosten decken und drohen in existenzielle Nöte zu geraten.

Derzeit erhalten die Landwirte nur noch etwa 20 Cent pro Liter Milch, was die Kosten bei weitem nicht deckt. Der Preis müsse wieder steigen, betonte Schmidt. Er sei „sehr davon überzeugt, dass die Verbraucher bereit sind, einen angemessenen Preis zu zahlen“. Zugleich kündigte der Minister an, langfristig auch etwas an der Marktausrichtung ändern zu wollen. Dazu gehörten mehr „Kreativität, neue Markenprodukte, auch Managementfragen – all das muss auf den Tisch“.

Der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter, Romuald Schaber, schlug im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk vor, zeitlich befristet die Milchproduktion zu senken. Dies müsse europaweit koordiniert werden, sagte Schaber. Der Milchbauernverband ist nach eigenen Angaben nicht zum sogenannten Milchgipfel eingeladen worden.

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  1. Alfred sagt:

    Wir sind ein kleiner mittelständischer Betrieb! Wir kämpfen derzeit auch mit Preisdruck an allen Ecken und Enden. Bitte wir wollen auch einen Gipfel für den Mittelstand und bitte auch ein paar Steuergelder, damit wir weiter dem Preisdruck trotzen können!