Smartphone-Shopping: Adblocker schmälern Chancen für Unternehmen

Smartphones und Tablets kommen immer häufiger beim Shoppen zum Einsatz. Etwa zwei Drittel der Deutschen kaufen damit mittlerweile ein. Optimierte Internetauftritte für mobile Geräte wird immer wichtiger. Doch auch im mobilen Bereich entgehen Unternehmen bereits zahlreiche Gelder durch Adblocker.

Bei der Planung von Werbung und einer ansprechenden Außenwirkung müssen Unternehmen inzwischen mehr für Nutzer von Smartphones und Tablets investieren. Die Nutzung der mobilen Geräte zum Einkaufen steigt stetig. Rund sieben von zehn Deutschen nutzen einer Studie zufolge inzwischen Smartphone und Tablet zum Einkauf. Im vergangenen Jahr waren es nur 64 Prozent, wie eine Untersuchung der Wirtschaftsauskunftei Creditreform und des Handelsverbands bevh zeigt. Umso wichtiger ist ein weboptimierter Internetauftritt für die Nutzung von Smartphones und Handys. Hier besteht gerade bei vielen mittelständischen Betrieben ein erheblicher Nachholbedarf.

„Für Verbraucher zwischen 18 und 39 Jahren gehört der mobile Einkauf längst zum Alltag (84 Prozent; +4 Prozentpunkte), aber auch bei Menschen über 40 Jahren hat die Nutzungsquote (59 Prozent; +5 Prozentpunkte) in diesem Jahr einen neuen Höchstwert erreicht“, heißt es in der Studie.

Allerdings könnte der rasante Anstieg schnell wieder etwas von seiner Wirkungskraft verlieren. Denn zunehmend finden Adblocker auch ihren Weg auf die mobilen Endgeräte. Derzeit nutzen weltweit etwa 419 Millionen Menschen AdBlocker für Smartphones. Das sind bereits jetzt doppelt so viele wie bei den Computernutzern und entspricht schon heute 22 Prozent der Smartphone-Nutzer weltweit. Momentan werden die Werbeblocker vor allem im Asien-Pazifik-Raum genutzt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass auch in der EU und in den USA bald mehr Adblocker zum Einsatz kommen.

Insgesamt sind Adblocking-Browser in Europa aktuell beliebter als in Nordamerika. In Europa nutzen 27 von 1.000 Usern Adblocking-Browser für ihr Smartphone. In Nordamerika sind es lediglich 12,4 pro tausend. Dafür sind Content-Blocking Apps in Nordamerika beliebter als in Europa. Insgesamt gibt es mittlerweile mehr als 229 verschiedene Content-Blocking Apps.

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