Kuka-Chef: Kuka bleibt ein deutsches Unternehmen

Kuka-Chef Till Reuter versucht Bedenken gegen die mögliche Übernahme des Roboterherstellers durch chinesische Investoren auszuräumen. Das Unternehmen bleibe deutsch, die Daten der Kunden bekomme niemand. Für ein europäisches Übernahmeangebot sei man offen.

«Kuka ist eine deutsche Firma und wir bleiben eine deutsche Firma», sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. «Die Daten unserer Kunden bekommt niemand, unabhängig von der Aktionärsstruktur.»

China sei für sein Unternehmen enorm wichtig, zitiert die dpa Reuter. «China ist entscheidend, weil es bereits heute der größte Robotermarkt ist. Wir machen dort genauso vertrauensvoll Geschäfte wie in anderen Ländern.» Kuka gilt als ein Aushängeschild für Robotertechnik aus Deutschland. Der chinesische Klimaanlagen- und Hausgeräte-Hersteller Midea will das Augsburger Unternehmen übernehmen. Midea ist bereits an Kuka beteiligt.

Die Bundesregierung sieht eine Verlagerung wichtiger Technologien ins Ausland generell kritisch. Ein Sprecher von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte am Freitag gesagt, die Bundesregierung greife nicht aktiv in unternehmerische Entscheidungen ein. Es sei aber klar, dass die Regierung aufmerksam beobachte, wenn es gezielte Beteiligungs- oder Übernahmeangebote für wichtige deutsche Know-how-Träger der Industrie gebe.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *