FPÖ will Ergebnis der Präsidentenwahl in Österreich anfechten

Die rechtspopulistische FPÖ will nach Informationen der Nachrichtenagentur APA das Ergebnis der Präsidentenwahl in Österreich anfechten. Ihr Kandidat Norbert Hofer war bei der Stichwahl knapp dem unabhängigen Kandidaten Alexander Van der Bellen unterlegen.

Die rechtspopulistische FPÖ ficht das Ergebnis der Präsidentenwahl in Österreich an. Ein Sprecher des Verfassungsgerichts in Wien teilte am Mittwoch via Twitter mit, ein entsprechender Antrag der Partei sei eingegangen. Er bestätigte damit Informationen der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Der FPÖ-Kandidat Norbert Hofer war bei der Stichwahl am 22. Mai nur knapp dem unabhängigen Kandidaten Alexander Van der Bellenunterlegen. Auf Hofer entfielen 49,7 und auf Van der Bellen 50,3 Prozent, was einer Differenz von rund 31.000 Stimmen entsprach. Ausschlaggebend für das Ergebnis waren die rund 700.000 Briefwahlstimmen, die erst am Tag nach der Wahl ausgezählt wurden.

Bereits am Wochenende hatte der Vorsitzende der FPÖ, Heinz-Christian Strache eine Anfechtung in Erwägung gezogen. Bei der Abstimmung im vergangenen Monat unterlag der FPÖ-Kandidat Norbert Hofer mit nur rund 31.000 Stimmen dem früheren Grünen-Politiker Alexander Van der Bellen. Strache sagte dem Sender Ö!, dass Juristen Unregelmäßigkeiten bei der Wahl prüfen würden, davon hänge auch eine Entscheidung für eine Anfechtung ab.

Strache forderte zudem Änderungen im Wahlrecht. Im System der Briefwahl habe es bereits in der Vergangenheit immer wieder Unregelmäßigkeiten gegeben. „So ein Missbrauchssystem darf es nicht geben, und ich sage daher, es muss die Briefwahl in der Form abgeschafft werden“, erklärte Strache.

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  1. Ein Denker sagt:

    richtig so – das hat doch alles ein „Geschmäckle“ – soll mal der Hofer den job machen