Schweiz ist größter Offshore-Finanzplatz

Im vergangenen Jahr ist das globale private Finanzvermögen um 5,2 Prozent gestiegen und erreichte damit einen Wert von 168 Billionen Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr sind damit die privaten Finanzvermögen nicht ganz so stark gewachsen.

 

Während die USA die größten nationalen privaten Finanzvermögen (55,6 Billionen Dollar) aufweist, ist die Schweiz der größte Verwalter von Offshore-Vermögen. Das geht aus dem aktuellen Global Wealth 2016 Report der Boston Consulting Group hervor.

Insgesamt wuchs das Offshore-Vermögen im vergangenen Jahr um drei Prozent auf 10 Billionen Dollar an. 25 Prozent davon sind in der Schweiz zu finden. Großbritannien und die Karibischen Inseln (inklusive Panama) folgen auf Platz zwei und drei. Hongkong und Singapur holen jedoch auf. Hier wächst das Offshore-Vermögen um etwa zehn Prozent pro Jahr.

Die Experten gehen jedoch davon aus, dass die Schweiz zumindest bis 2020 der größte Offshore-Vermögens-Markt bleiben wird. Grund dafür seien die hohe Servicequalität, die breit gefächerten Anlagemöglichkeiten, die politische Stabilität und die Mentalität eines sogenannten sicheren Hafens. Dennoch: „Banken und Vermögensverwaltungen stehen durch das etwas gebremste Wachstum des globalen Vermögens vor neuen Herausforderungen“, sagt Ludger Kübel-Sorger von der Boston Consulting Group. „Sie müssen sich künftig noch viel stärker mit maßgeschneiderten Vermögensstrategien um ihre Kunden bemühen.“

Nicht nur in Sachen Offshore legt Asien derzeit zu. Mit 13 Prozent hat auch das private asiatische Vermögen die stärksten Wachstumsraten erreicht. „Schon 2017 werden die Asiaten voraussichtlich mit 45 Billionen US-Dollar Gesamtvermögen Europa überholen“, so der Bericht. Ihre starke Dynamik ziehe die Region aus dem erwirtschafteten Neuvermögen, insbesondere durch gestiegene Haushaltseinkommen. Aber auch hier wird dann wahrscheinlich ab 2025 eine Abkühlung zu erwarten sein, wenn sich die Einkommen beispielsweise in China anpassen.

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