Grönland erwägt Wiedereintritt in die EU

Drei Jahrzehnte nach dem Austritt Grönlands aus der Europäischen Gemeinschaft bringen Politiker und Unternehmer angesichts der Brexit-Debatte in Großbritannien einen Wiedereintritt in die EU ins Gespräch.

„Wir sollten wenigsten die Option eines erneuten Beitritts in Betracht ziehen“, sagte der Parlamentsabgeordnete Michael Rosing, dessen Demokraten Juniorpartner in der Regierungskoalition sind. Rosing sagte, eine EU-Mitgliedschaft könnte der beste Weg sein, Infrastruktur-Investitionen nach Grönland zu holen. Das zu Dänemark gehörende, teilautonome Land will seit langem seine Abhängigkeit von der Fischindustrie verringern.

Auch der Chef des größten grönländischen Unternehmens, Polar Seafood, Henrik Leth, spricht sich dafür aus, die Vorteile eines EU-Beitritts zu prüfen. Wegen des geplanten Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA könnten die bisherigen Vorteile Grönlands eines zollfreien Handels mit der EU entwertet werden.

Das 56.000 Einwohner zählende Land hatte sich 1985 in einer Volksabstimmung für einen Austritt aus der damaligen EG ausgesprochen. Es unterhält jedoch eine Partnerschaft zur EU, wie Französisch-Polynesien, die Cayman-Inseln und andere Überseegebiete.

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