Krise: Plünderungen und Proteste in Venezuela

Angesichts des akuten Mangels an Lebensmitteln wächst in Venezuela auch in Hochburgen der Sozialisten der Widerstand gegen die Regierung von Präsident Nicolás Maduro. In dem am Rande des Ruins stehenden Land gilt ein Ausnahmezustand, die Repression hat deutlich zugenommen.

In Venezuela ist es am Dienstag erneut zu Plünderungen und Protesten gekommen. Laut der Oppositionspolitikerin Milagros Paz kam dabei in der Küstenstadt Cumana ein Mensch ums Leben. Damit wären bei den andauernden Unruhen wegen der Nahrungsmittelknappheit allein in diesem Monat bereits vier Menschen gestorben.

Paz zufolge wurden bei den Gewaltexzessen in Cumana mindestens 27 Menschen verletzt. Die Massen hätten „Wir wollen Essen“ geschrien, es sei zu Handgemengen und Plünderungen gekommen. Die Sicherheitskräfte hätten Schwierigkeiten gehabt, die Situation unter Kontrolle zu bringen.

Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro steht angesichts der massiven Wirtschaftskrise in seinem Land unter Druck. Die Opposition strebt noch in diesem Jahr ein Referendum über Maduros politische Zukunft an. Das Land ist durch den Ölpreisverfall und eine fehlgeschlagenen Wirtschaftspolitik in eine tiefe Rezession abgeglitten. Die Bevölkerung leidet unter Lebensmittel-  und Medikamentenknappheit und einer extremen Inflation. Immer wieder kommt es zu Protesten.

Bewegung scheint nun allerdings in die Beziehungen zu den USA zu kommen. Vor dem Hintergrund der schweren Krise in Venezuela hat sich Präsident Nicolás Maduro zu einer engeren diplomatischen Zusammenarbeit mit den USA bereit gezeigt. US-Außenminister John Kerry kündigte am Dienstag an, umgehend wieder Gespräche auf hochrangiger Ebene führen zu wollen.

Im wirtschaftlich gebeutelten Venezuela herrscht derzeit laut Regierung die schlimmste Dürre seit 40 Jahren. Durch die lange Trockenzeit fehlt den Wasserkraftwerken das Wasser zur Stromerzeugung. Die Opposition wirft Präsident Maduro vor, die Energieknappheit durch Missmanagment und Verschwendung mitverursacht zu haben. Sie versucht, ihn per Referendum abzusetzen.

Kommentare

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  1. deutscher sagt:

    naja, Venezuela ist ein reiches erdölförderland.

    aber dann kam putin und hat die schürfrechte gekauft und saugt venezuela nun aus.

    oder waren die amis???

  2. Kulleraugen sagt:

    die Venuzulana werden sich selbst in s Knie Schießen wie alle Süd Americaner es fehlt die Bildung

    • ReH sagt:

      Die Ursachen sollte man aber auch tiefgründig erforschen. Ich denke mal, da könnten die KAS und der CIA brauchbare Angaben machen. Übrigens hat dieses Land seit Chavez doch große Fortschritte im Kampf gegen Armut und der Verbesserung der Bildungschancen gemacht. Jede Medaille hat mindestens zwei Seiten.