Twitter beteiligt sich am Berliner Musikdienst Soundcloud

Twitter steigt beim Berliner Musikdienst Soundcloud ein. Der Chef des US-Kurznachrichtendienstes, Jack Dorsey, bestätigte die Beteiligung am Dienstagabend, allerdings ohne finanzielle Details zu nennen.

Laut dem Technologie-Onlineportal Re/Code hat Twitter rund 70 Millionen Dollar in das 2008 gegründete Startup investiert. Dies sei im Rahmen einer 100 Millionen Dollar umfassenden Finanzierungsrunde erfolgt, die Soundcloud mit insgesamt rund 700 Dollar bewertet habe. Bekannt ist unter anderem, dass in der Vergangenheit die Finanzinvestoren Kleiner Perkins, IVP sowie Union Square Ventures die Firma unterstützt haben.

Bei Soundcloud können Nutzer Musik und andere Audiodateien hochladen und sie teilen. Das Unternehmen mit derzeit rund 175 Millionen Nutzern gibt nur wenig Einblick in sein Geschäft. Medienberichten zufolge machte die Firma 2014 fast 40 Millionen Euro Verlust. Laut Mitgründer Eric Wahlforss sind die meisten der Nutzer keine zahlenden Abonnenten.

Erst kürzlich weitete Soundcloud seine Abodienste auf die USA, Großbritannien und Irland aus, um stärker Wettbewerber wie Apples Musikdienst und Spotify anzugreifen. Twitter selbst hatte sich nur 2013 kurz ins Musikgeschäft gewagt, diesen Ausflug allerdings im darauffolgenden Jahr wieder beendet.

Soundcloud hat nach eigenen Angaben 175 Millionen Nutzer. Das Unternehmen gilt als ein Juwel der Berliner Startup-Szene, immer wieder wurde über einen Börsengang spekuliert. Im weltgrößten Musikmarkt USA tritt das neue Angebot nicht nur auf globalen Rivalen wie Spotify oder Apple Music, sondern auch auf das Internet-Radio Pandora, das im Land mehr als 80 Millionen Nutzer hat.

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