Iran begleicht Altschulden bei deutscher Wirtschaft

Mit der Begleichung von Alt-Schulden hat der Iran eine wesentliche Hürde für ein Hochfahren der deutsch-iranischen Handelsgeschäfte aus dem Weg geräumt. „Der Iran hat heute die noch offenen Außenstände bei den Exportkreditgarantien des Bundes, den sogenannten Hermesdeckungen, beglichen“, teilte am...

Mit der Begleichung von Alt-Schulden hat der Iran eine wesentliche Hürde für ein Hochfahren der deutsch-iranischen Handelsgeschäfte aus dem Weg geräumt. „Der Iran hat heute die noch offenen Außenstände bei den Exportkreditgarantien des Bundes, den sogenannten Hermesdeckungen, beglichen“, teilte am Montag das Bundeswirtschaftsministerium der Nachrichtenagentur Reuters mit. „Damit ist der Weg offen für die Wiederübernahme von Hermesdeckungen für Exporte in den Iran“. Bei dem Alt-Schulden-Problem ging es nach früheren Berichten um eine Summe von gut einer halben Milliarde Euro.

Die Vergabe von staatlichen Hermes-Garantien für Iran-Exporte deutscher Firmen macht es diesen erheblich leichter, Finanzierungen von deutschen Banken zu erhalten. Die hiesigen Kreditinstitute sind dabei bislang zurückhaltend.

Das Land hat nach Aufhebung der Sanktionen seine Handelsbeziehungen inzwischen wieder intensiviert: Nach iranischen Angaben steht ein Deal zwischen Iran und dem US-Flugzeughersteller Boeing für den Kauf von 100 Maschinen kurz vor dem Abschluss. Das gab der Chef der zivilen Luftfahrtbehörde, Ali Abedsadeh, in einem Interview bekannt.

Der Vertrag soll schriftlich schon verfasst worden sein, aber die Zusage des amerikanischen Finanzministeriums stehe noch aus, sagte Alisadeh. Das letzte Geschäft zwischen Iran und Boeing war vor fast 37 Jahren. Dann kam die islamische Revolution und der Abbruch der diplomatischen Beziehungen nach der Erstürmung der US-Botschaft in Teheran und der Geiselnahme von Botschaftspersonal im November 1979.

Nach dem auch von den USA abgesegnetem Atomabkommen 2015 wurde Boeing zunächst der Verkauf von Ersatzteilen für zivile Passagierflugzeuge im Iran wieder erlaubt. Neben den neuen Boeing-Maschinen, hat der Iranfür die Modernisierung seiner veralteten Flugzeugflotte auch bereits 118 Airbus-Jets bestellt.

Kommentare

Dieser Artikel hat 2 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  1. ReH sagt:

    Alle Achtung hinsichtlich Iran. Obwohl noch längst nicht alle von den USA eingefrorenen Gelder zurückgegeben wurden. Der Grund dafür erschließt sich mir nicht. Hat wohl die Wallstreet verzockt ? Zumindest von lybischen Staatsfonds hat Goldman-Sachs so einiges „veruntreut“, aber da das ein negativ belegtes Wort ist sagen wir lieber „flexibel eingesetzt“ oder noch besser „innovativ verwertet“. Da weiß wenigstens kaum einer was mit anzufangen.

  2. deutsche sagt:

    perfekt, dann kann man ja – nach abzug von preisverleihungsgeldern, etc – im sinne der schwarzen null gleich geld für athen überweisen.

    und wech isses :-))