Regierung will LKW-Maut auf Bundesstraßen ausweiten

Die Bundesregierung hat das Konsortium Toll Collect mit der Vorbereitung der Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen beauftragt. Ein entsprechender Vertrag sei jetzt unterzeichnet worden, teilte das Verkehrsministerium am Freitag in Berlin mit.

Der Vertrag habe ein Volumen von gut 500 Millionen Euro. Damit soll Toll Collect, die bereits die Lkw-Maut auf Autobahnen und größeren Bundesstraßen eintreiben, die Ausweitung auf alle 40.000 Kilometer Bundesstraßen vorbereiten. Dies soll dann zusätzliche zwei Milliarden Euro pro Jahr einbringen.

Zuletzt flossen gut drei Milliarden Euro aus der Lkw-Maut für Ausbau- und Sanierung von Fernstraßen in die Kasse des Bundes. Eine weitere Milliarde an Einnahmen kassieren der Betreiber Toll Collect sowie das Speditionsgewerbe für Entlastungen. Die technische Vorbereitung der Maut-Ausweitung soll nun Toll Collect zusätzlich übernehmen.

Der Gesamtvertrag von Toll Collect mit dem Bund läuft aber im August 2018 aus. Der Betrieb des Systems muss daher europaweit neu ausgeschrieben werden. Die Maut gilt derzeit für Lkw ab 7,5 Tonnen und ist abhängig von Entfernung, Achszahl und Umweltfreundlichkeit bemessen.

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  1. Martin sagt:

    Bedeutet auch Ausweitung der Kennzeichen Ausspähung, Speicherung und Erkennung auf Bundesstraßen.
    Also flächendeckende Überwachung von Bewegungsprofilen des Volkes (welches Kennzeichen, wo und wann unterwegs war).

    Als nächstes dürfte automatische Messung der Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen zwei Maut- Stellen auf Bundesstraßen kommen. Ist wie automatisches Geld drucken…
    An zwei Maut- Stellen wird Kennzeichen automatisch via OCR erkannt, und aus dem Maut- Stellen- Abstand und Fahrzeit rechnet Software automatisch die Durchschnittsgeschwindigkeit aus, und druckt automatisch Knollen zum Abkassieren aus.
    Und das 24 h an 365 Tagen im Jahr.