Bericht: Deutschland und Frankreich erwägen „flexible Union“

Deutschland und Frankreich wollen nach dem Brexit-Beschluss der Briten gemeinsame Vorschläge zur Weiterentwicklung der Europäischen Union vorlegen. Ziel ist, dass sich eine Entwicklung wie in Großbritannien nicht in anderen Staaten der EU wiederholt.

„Europa braucht jetzt Orientierung. Da stehen Frankreich und Deutschland besonders in der Verantwortung“, sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) der FAS. Nach Angaben aus diplomatischen Kreisen wollen Steinmeier und Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault dazu bereits an diesem Samstag in Berlin ein gemeinsames Papier präsentieren.

Darin ist von einer «flexiblen Union» die Rede, die Raum lasse für Partnerländer, die weitere Integrationsschritte noch nicht mitgehen wollten oder könnten. Zu dem Treffen werden auch die Außenminister aus den vier anderen EU-Gründerstaaten (Italien, Belgien, die Niederlande und Luxemburg) erwartet.

„Deutschland und Frankreich nehmen mit Bedauern zur Kenntnis, dass das britische Volk für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU gestimmt hat“, zitiert die F.A.S. aus dem Papier. Angesichts des Brexits sei es gemeinsame Pflicht, daran zu arbeiten, dass eine ähnliche Entwicklung „sich nicht andernorts in Europa wiederholt“.

Kommentare

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  1. Ali ben Bumsi + Ficki sagt:

    Wie meinte weiland Herr Honnecker so falsch:

    „Den Sozialismus in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf.“

    Warum sollte ich mir die Hände mit Arbeit schmutzig machen und mir den
    ganzen Tag mit derselben versauen wenn es auch ohne geht ?

    Millionen von Nichtsnutzen aussereuropäischer Herkunft liegen uns auf der Tasche.
    Die haben es begriffen. Die fleißigen Europäer so langsam wohl auch.
    Rule Britannia.

  2. Brigitte sagt:

    Es ist nicht nur ein Protest gegenüber den EU-Politikern, sondern auch gegenüber den eigenen Regierungen. So lange das Kapital, sowie die Unternehmen u.a. steuerlich bevorzugt werden, während man den Menschen im eigenen Land immer größer werdende Knüppel zwischen die Beine wirft und sie über Medien in Gruppen zerteilt und den Hass gegeneinander schürrt, werden diese nicht abnehmen. Ich denke, dass es vielen Menschen mittlerweilen klar ist, dass Sie, mangels Aussichtslosigkeit ein Stückchen des Kuchens zu erwischen, als Kanonfutter eingesetzt werden sollen, damit sich das Kapital weiter mehren kann. :-(

  3. Demokratie - siehe Antikes Griechenland sagt:

    Flexibel wird nach meiner Meinung wohl nur die Art, wie Politschauspieler die „Bevölkerungen“ verarschen. Little Britain wird ganz sicher jahrelang festgehalten und gelockt, um sie anschließen vor Beendigung des Brexit durch eine Neuabstimmung zu halten. Es wird sich in dieser EU nichts zum besseren ändern. Wie meinte der Gauckl? – Wir (Politdarsteller) gegen die (die EU-Bevölkerung).
    Europa muss vermutlich „Whoexit“ schreien!

  4. pit sagt:

    Aaaah, sind die großen „EU-Macher“ endlich wachgerüttelt.
    Fr. Dr. Merkel sollte es doch wissen, was die Geschichte uns lehrte,
    weder ein RGW noch EWG hat jemals umfassend „funktioniert“ !
    Eine Wirtschaftsunion bedingt immer auch eine Sozialunion, sie
    beeinflussen und ergänzen sich gegenseitig, sind untrennbar verbunden.

    Da beide Ebenen in den Mitgliedsstaaten völlig unterschiedlich entwickelt
    sind, historisch und mental bedingt, kann daraus nur ein „Einheitsbrei“
    werden, mit ebensolchen Folgen. Und diese werden nur der Anfang sein !

    Um Frieden in Europa zu erhalten und zu sichern braucht es keine -EU-
    sondern gleichberechtigtes Agieren gegenüber den Staaten, mit entsprechender
    Eigenverantwortung !
    Deshalb raus aus der NATO und Einbeziehung Russlands ins EUROPA.

  5. Hans von Atzigen sagt:

    Nix neues unter der Sonne.
    Die Macher und Protagonisten haben sich in dieses Projekt verbissen.
    Ervolgsaussichten obermau.
    Zukunft hätte dies Sache mit einer spürbaren möglichst
    schnellen verbesserung der allgemeinen Wirtschaftssituation,
    in der grossen Mehrheit der Mitgliedstaaten.
    Doch genau dies ist weit und breit nicht in Sicht.
    Ausser der Irren Geldpumpe ist diesbezüglich
    das schlichte nix.
    Na ja Gesundbeten ist an der Tagesordnung.
    Nur eben die ausgegrenzten können davon,
    nicht erträglich leben und überleben

  6. Spartamet sagt:

    Hoffentlich wird der Druck in Frankreich und den Niederlande so groß, daß ein Referendum unausweichlich ist.
    Erst wenn der Zusammenbruch in Sicht ist werden vielleicht einige der EU-Granden aus ihrer Verblendung erwachen. Bei einer Frau Merkel sehe ich allerdings auch dann noch keinen Silberstreif am Horizont, da Realitätsverlust und US-Fremdsteuerung so massiv sind, daß nur die Entfernung dieser Person aus dem Amt Veränderungen bringen kann.