Daten von Telekom-Kunden gestohlen

Kunden der Telekom sind offenbar Opfer von Cyberkriminellen geworden. Im einer Stichprobe von Datensätzen, die im sogenannten Darknet angeboten würden, seien echte und aktuelle Informationen von Telekom-Kunden gefunden worden, teilte der Konzern am Montag mit.

Die absolute Mehrheit der Führungskräfte ist davon überzeugt, dass Industrie 4.0 das Risiko von Cyber-Angriffen noch erhöhen werde. (Foto: Flickr/Christiaan Colen/Cc by sa 2.0)
Die absolute Mehrheit der Führungskräfte ist davon überzeugt, dass Industrie 4.0 das Risiko von Cyber-Angriffen noch erhöhen werde. (Foto: Flickr/Christiaan Colen/Cc by sa 2.0)

Konkret gehe es um T-Online-Mailadressen mit den dazugehörigen Passwörtern. Die Telekom riet ihren Kunden, ihr Passwort zu ändern.

Das Unternehmen prüfte nach eigenen Angaben etwa 90 Datensätze, die im Darknet angeboten wurden. Insgesamt sollen demnach derzeit mehrere zehntausend Kundendaten verschiedener Firmen in diesem verborgenen und verschlüsselten Bereich des Internets auf Abnehmer warten. Die Telekom habe die Sicherheitsbehörden eingeschaltet, Anzeige erstattet und Kunden, deren Daten vorlagen, „umgehend informiert“.

Hinweise, dass Hacker in das Netzwerk des Konzern eingedrungen sind, gibt es den Angaben zufolge nicht. Stattdessen liege der Verdacht nahe, dass die Daten über sogenanntes Phishing erbeutet wurden. Dabei täuschen Cyberkriminelle etwa mit gefälschten E-Mails Vertrauenswürdigkeit vor und entlocken den Betroffenen sensible Informationen oder installieren Spionageprogramme auf deren Rechnern.

Die Telekom warnte, dass mit der Kombination aus T-Online-Mailadresse und Passwort auch Zugriff auf das Kundencenter des Unternehmens bestehe. Dort könnten Cyberkriminelle womöglich weitere Informationen abrufen, Bestellungen aufgeben oder Vertragsdetails ändern.

„Wir wollen den Fall nutzen, um für einen regelmäßigen Wechsel von Passwörtern zu werben“, erklärte Telekom-Datenschutzvorstand Thomas Kremer. „Ein regelmäßiger Passwortwechsel schützt vor Missbrauch. Jetzt gibt es einen zusätzlichen Grund zum Ändern.“

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