Fahrerloser Bus aus dem 3D-Drucker  

Zusammen mit dem Autobauer Local Motors hat IBM an einem Elektrobus gearbeitet, der bereits in Washington unterwegs ist. Der Bus Olli kommt aus dem 3D-Drucker und ist mit IBMs künstlicher Intelligenz Watson ausgestattet.

Ähnlich wie im Schweizer Ort Sitten fahren nun seit dieser Woche auch in Washington DC elektrische, fahrerlose Busse durch die Straßen. Olli heißt der Bus, der in einer Zusammenarbeit zwischen dem Start-up Autobauer Local Motors. IBM lieferte für den voll automatisierten Bus die notwendige Software. Die künstliche Intelligenz Watson kommt hier zum Einsatz. „Local Motors, der (…) der Entwickler des ersten 3D-gedruckten Autos der Welt, hat (…) das erste selbstfahrende Vehikel vorgestellt, das die hoch entwickelten kognitiven Computing-Fähigkeiten von IBM beinhaltet“, hieß es in einer Mitteilung von IBM.

Der Bus ist elektrisch und kann insgesamt 12 Personen befördern. Mehr als 30 Sensoren am Auto ermöglichen es Watson, umfangreiche Daten über das Auto und den Verkehr sowie die Standortinformationen zu sammeln, zu analysieren und entsprechend in eine akkurate Steuerung des Busses umzusetzen.

Um den Bus aus dem 3D-Drucker zu nutzen, müssen die Passagiere sich lediglich eine App installieren. Auf Knopfdruck kann man sich dann von Olli abholen lassen. Noch in diesem Jahr soll der Bus auch in Miami-Dade-County und in Las Vegas eingesetzt werden. „Olli bietet eine kluge, sichere und nachhaltige Transportlösung, die längst überflüssig ist“, sagte John B. Rogers von Local Motors. Olli ist das erste Fahrzeug, das sich die Fähigkeiten von Watson nutzt. Ähnlich wie bei Jeopardy, wo Watson zuerst überzeugte, können die Insassen des Busses mit Watson mündlich kommunizieren.

Olli stammt jedoch nicht aus einer großen Fabrik mit 3D-Drucker. Vielmehr lässt das Unternehmen Local Motors den Bus in lokalen 3D-Druck-Geschäften drucken. Diese dezentrale Produktion spricht dafür, dass Olli weltweit zum Einsatz kommen soll. Lokale Unternehmen würden die Produktion entsprechend übernehmen.

Neben dem Bus arbeitet das Start-up auch schon länger an 3D-Autos. Beim LM3D Swim stehen noch Sicherheitstests an. Bis zu 90 Prozent des Autos sollen aus dem 3D-Drucker stammen, bisher hat Local Motors 75 Prozent erreicht. Verläuft das Zulassungsverfahren ohne Probleme, könnten 2017 die ersten Modelle ausgeliefert werden. Im zweiten Quartal soll eine Crowdfunding-Aktion starten, in dem sich Unterstützer die ersten Modelle sichern können. Kosten soll das Auto um die 50.000 Dollar.

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