Nach Brexit-Entscheid: S&P stuft Bonität der EU herab

Eine Woche nach dem Brexit-Votum in Großbritannien hat die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) die Kreditwürdigkeit der Europäischen Union herabgestuft. S&P hatte nach der Entscheidung der Briten für einen EU-Austritt Großbritannien die Bestnote «AAA» bei der Kreditwürdigkeit aberkannt.

Nach Großbritannien bekommt nun auch die EU infolge des Bexit-Wunsches der Briten eine schlechtere Bonitätsnote. Als erste der großen Ratingagenturen senkte Standard & Poor’s (S&P) die Bewertung. Nach S&P-Angaben vom Donnerstag werden die langfristigen Verbindlichkeiten der Union nur noch mit „AA“ eingestuft nach bislang „AA+“.

Zur Begründung hieß es, der Austritt Großbritanniens aus der EU werde die Haushaltsverhandlungen der verbleibenden 27 Staaten erschweren. Dies wiederum könne die Finanzstabilität der Gemeinschaft schwächen. Den Zusammenhalt innerhalb der EU beurteilen die S&P-Experten inzwischen skeptischer. Sie erwarten allerdings nicht, dass sich weitere Mitgliedsländer verabschieden.

Die Analysten von Moody’s haben im Gegensatz zu ihren Kollegen nach dem britischen Referendum die Bestnote („AAA“) für die EU beibehalten. Großbritannien wurde von S&P und Fitch heruntergestuft. Eine schlechtere Bonität kann die Aufnahme von frischem Geld am Kapitalmarkt erschweren und verteuern.

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