Mehr Rendite: Anleger investieren in Anleihen aus Schwellenländern

Auf der Suche nach Rendite greifen Anleger immer häufiger zu Anleihen aus Schwellenländern. In der vergangenen Woche hätten auf diese Papiere spezialisierte Fonds Mittelzuflüsse von 3,3 Milliarden Dollar verbucht, teilte die US-Großbank JPMorgan am Freitag mit.

Das sei der größte Anstieg seit Beginn der Aufzeichnungen 2004. Damit summiere sich der Zufluss der vergangenen Monate auf 12,1 Milliarden Dollar. Im Vorjahr hatten Investoren insgesamt 14,4 Milliarden Dollar aus Schwellenländer-Anleihefonds abgezogen.

Wegen der zahlreichen Krisen der vergangenen Jahre sind als sicher geltende Anleihen von Staaten wie Deutschland oder Japan heiß begehrt. Das britische Votum für einen EU-Austritt von Ende Juni mit unabsehbaren Folgen für die Konjunktur hat diesen Trend verschärft.

Dadurch und wegen milliardenschwerer Wertpapierkäufe der Notenbanken liegt die Rendite zahlreicher Titel derzeit unter null Prozent. Weltweit rentieren Staats- und Unternehmensanleihen im Gesamtvolumen von elf Billionen Dollar im negativen Terrain. Das ist etwa das Dreifache der jährlichen Wirtschaftsleistung Deutschlands.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *