Google-Gründer investiert in fliegende Autos

Google-Mitbegründer Larry Page finanziert privat zwei Start-ups, die fliegende Autos bauen. Eines der Unternehmen testet bereits einen funktionsfähigen Prototypen eines Autos mit Tragflächen, das andere arbeitet an einer Personen-Transport-Drohne..

Die technologischen Voraussetzungen für fliegende Autos haben sich in den vergangenen Jahren in dreifacher Weise enorm weiterentwickelt. Zum einen ist die Technologie von Transportdrohnen bereits so ausgefeilt, dass sie längst über die Testphase hinaus ist und der kommerzielle Einsatz etwa bei Amazon oder anderen Logistik-Unternehmen bereits begonnen hat. Auch die entsprechende Regulierung wird durch den Vormarsch der privaten und kommerziellen Drohnen bereits ausgebaut, sodass neue Regeln für die Nutzung des Luftraums entstehen.

Zum anderen wird durch die Entwicklung fahrerloser Autos die notwendige Hardware und Software für die automatisierte Zuordnung und Vernetzung besser, die für die Navigation am Himmel und für einen geregelten Luftverkehr notwendig ist. Insbesondere Google ist in dieser Hinsicht einer der Vorreiter, sowohl was die Software als auch was den Kampf für regulatorische Sicherheit angeht.

Drittens entwickelt sich die Batterie-Technik für Elektro-Antriebe rasant weiter, die derzeit noch das größte Problem für fliegende Autos darstellt: Die Menge an Energie, die benötigt wird um einen Menschen durch die Luft zu befördern erfordert große, schwere und teure Batterien. Jedoch wird durch den Boom bei E-Autos genau dieses Problem derzeit von allen Seiten adressiert, Autobauer, Zulieferer und IT-Firmen arbeiten quasi im Wettlauf an der Verbesserung von Batterie- und Ladetechnologien. Dadurch wirkt auch die Herausforderung, Batterien für fliegende Autos zu erfinden, längst nicht mehr so futuristisch wie noch vor einigen Jahren. Bloomberg zitiert den NASA-Forscher Moore sogar mit den Worten, selbstfliegende Flugzeuge seien viel einfacher zu entwickeln als das, was die Autohersteller derzeit mit selbstfahrenden Autos versuchen.

Entsprechend setzt auch der Google-Gründer Page auf ein Start-up, das bei der Entwicklung weniger an ein Auto mit Flügeln als vielmehr auf eine Personen-Transport-Drohne setzt. Propeller-Flieger werden auch in den Niederlanden bereits von dem Unternehmen Pal-V gebaut und sind ein Ansatz, den Page seit vergangenem Jahr finanziell unterstützt. Dieser wird von Experten als realistischer angesehen als der des zweiten Start-ups Zee.Aero, das laut Bloomberg  bereits seit 2010 mehr als 100 Millionen Dollar von Page erhielt. Zee.Aero hat jedoch bereits einen Prototypen eines Senkrechtstarters mit Tragflächen, ein Ansatz, den ebenfalls zahlreiche Unternehmen bisher verfolgt haben: Das slowakische Start-up AeroMobil plant den Verkauf fliegender Fahrzeuge in zwei bis drei Jahren. Die Entwickler wollen künftige Modelle mit Autopilot ausstatten und einen fliegenden Taxidienst anbieten.

In jedem Fall zeigt Page mit seinen Investitionen, dass Roboter-Autos nicht das Ende des Innovations-Ehrgeizes bei Google sind. Und aus der Perspektive des Google-Gründers scheint es tatsächlich realistisch, das Flug-Autos schon bald die Lüfte über den Straßen erobern könnten.

Kommentare

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  1. Minos sagt:

    Keine Staus mehr….kein Straßenunterhalt mehr…keine Abgase mehr….keine Unfälle mehr….. EIN TRAUM (technisch mit Sicherheit machbar)