CDU-Mittelstandschef will über 20 Milliarden Euro Steuersenkung

Die CDU will den Mittelstand mit einer Reform der Einkommensteuer und des Spitzensteuersatzes entlasten. Dieser Ansatz soll Thema im nächsten Wahlkampf sein. Finanzminister Schäuble hält die Erwartungen jedoch für begrenzt.

Der Wirtschaftsflügel der CDU drängt seine Partei zu kräftigen Steuersenkungen. Der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftvereinigung von CDU/CSU (MIT), Carsten Linnemann, plädierte in der Rheinischen Post vom Mittwoch für eine Einkommensteuerreform, mit der die Steuerzahler um mehr als 20 Milliarden Euro entlastet werden sollten. Diese Forderung sollte nach seiner Auffassung ins CDU-Wahlprogramm aufgenommen werden.

„Der Mittelstandsbauch in der Einkommensteuer muss nennenswert abgeflacht werden, also der besonders starke Anstieg der Steuersätze bei den mittleren Einkommen. Und der Spitzensteuersatz muss deutlich später greifen“, sagte Linnemann der Zeitung. Daneben will er die Arbeitnehmerpauschale von 1000 auf 2000 Euro verdoppeln. „Wird der Freibetrag auf 2000 Euro erhöht, würden sich 70 Prozent der Menschen in Deutschland nicht mehr mit Bürokratie rumschlagen müssen. Und für die wäre dann faktisch die Pendlerpauschale obsolet“, argumentierte er.

Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sieht, wie er in jüngster Zeit mehrfach sagte, für die kommende Legislaturperiode Spielräume für Steuerentlastungen. Er hält diese allerdings für begrenzt. Mit diesem Hinweis hatte er allzu optimistische Steuersenkungs-Erwartungen zuletzt gebremst.

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