Ökostrom: Investoren nehmen EnBW-Windpark ins Visier

Off-Shore-Projekte sind in der Umstellung auf moderne Energie beliebt, weil sie ungenutzten Raum nutzbar machen. Daher interessieren sich immer mehr Investoren für die riesigen Projekte hiesiger Energiekonzerne.

Der Energiekonzern EnBW hat mit seinem milliardenschweren Windparkprojekt in der Nordsee Insidern zufolge das Interesse von ausländischen Investoren angezogen. Das kanadische Energieunternehmen Enbridge und die australische Macquarie Bank prüften die Übernahme eines Anteils von 49,9 Prozent, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. EnBW erwarte bis Ende des Monats verbindliche Gebote für den geplanten Park „Hohe See“, 100 Kilometer westlich von Helgoland. Enbridge habe gute Karten. Die Kanadier wollten sich am Freitag wie auch Macquarie und EnBW dazu nicht äußern.

EnBW will bis Ende des Jahres entscheiden, ob der Windpark mit einer Leistung von 500 Megawatt errichtet wird. Rechnerisch könnten damit jährlich mehr als eine halbe Million Haushalte mit Strom versorgt werden. Wegen der hohen Kosten von bis zu zwei Milliarden Euro sind Partner bei dem Projekt willkommen. EnBW will bis 2020 seine Ökostromanteil am Erzeugungsmix auf mehr als 40 Prozent von 19 Prozent im Jahr 2012 erhöhen. Macquarie ist bereits an Windparks von EnBW und RWE beteiligt, Enbridge an Offshore-Windrädern von E.ON.

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  1. Rudolf Steinmetz sagt:

    TYPISCH Merkel: Umzwitschen des dezentralen Ökostroms FÜR DIE KONZERNE!