Hamburg erwägt Diesel-Verbot

Der grüne Umweltsenator von Hamburg spricht sich für Fahrverbote für Dieselautos aus. Wenn die Politik nichts unternehme, müssten Gerichte diese Entscheidung herbeiführen.

Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) hat Verbraucher beim Kauf eines neuen Diesel-Autos vor möglichen Einschränkungen gewarnt, wie dpa berichtet. Dieselfahrzeuge der neuesten Generation seien teils schlimmere „Abgassünder“ als die Vorgängermodelle, sagt er am Sonntag dem Hörfunksender NDR 90,3. Wer sich jetzt einen Diesel kaufe, müsse damit rechnen, künftig nicht mehr überall fahren zu dürfen. „Man wird am Ende aller Voraussicht nach um Fahrverbote nicht herumkommen, wenn man die Grenzwerte einhalten will.“ Wenn die Politik dies nicht mache, würden es Gerichte anordnen, sagte Kerstan.

Vor einigen Wochen erregte VW-Chef Müller bereits Aufsehen, als er ein sukzessives Ende der Diesel-Technologie im Konzern andeutete. Er sagte dem Handelsblatt, durch strengere Abgasgrenzwerte in den USA ab dem Jahr 2020 werde die Dieseltechnologie wahrscheinlich enorm teuer werden. Deswegen stelle sich die Frage, ob hohe Investitionen in die Dieseltechnik in Zukunft noch sinnvoll seien.

In Frankreich ist die Diskussion um das Diesel-Verbot schon im vollen Gange.

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