Minenwerte wegen schwacher Zahlen auf Talfahrt

nttäuschende Zahlen von Anglo American und BHP Billiton haben der Bergbaubranche am Mittwoch zu schaffen gemacht. Die Aktien der beiden Minenbetreiber und ihrer Konkurrenten Antofagasta, Fresnillo, Glencore und Rio Tinto fielen um bis zu 7,1 Prozent und belegten damit die sechs letzten Plätze im Londoner Auswahlindex FTSE.

Der Sektor werde seine Talsohle aber sicher bald durchschritten haben, betonte Finanzmarkt-Experte Russ Mould vom Brokerhaus AJ Bell. „Die Rohstoffpreise gewinnen wieder Stärke und auch die Nachfrage scheint sich zu verbessern.“ Angesichts der massiven bisherigen Überproduktion und den über lange Zeit niedrigen Preisen könnte sich eine Stabilisierung aber auch erst im kommenden Jahr einstellen. Zeit, die allerdings nicht alle Minenbetreiber haben.

Anglo American kappte seine Prognose für den Eisenerz-Abbau 2016 auf 15 bis 17 von 15 bis 18 Millionen Tonnen. Bei Kupfer peilt das Unternehmen nur noch eine Produktion von 570.000 bis 600.000 statt 600.000 bis 630.000 Tonnen an. BHP Billiton förderte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/2016 257 Millionen Tonnen Eisenerz – drei Millionen Tonnen weniger als geplant. Grund hierfür ist ein Unglück in einer brasilianischen Erzmine im November 2015.

Beim Bruch des Damms eines Abwasserbeckens kamen 13 Menschen ums Leben. Außerdem verseuchte der Klärschlamm die Umgebung. Betreiber der Mine ist die Firma Samarco, die BHP und dem brasilianischen Bergbaukonzern Vale gehört.

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