Schweizer Fonds leiden unter Börsenturbulenzen

Die starken Schwankungen an den europäischen und asiatischen Börsen haben die Fonds-Branche stark getroffen. Im Juni war das Vermögen der von Swiss Fund Data AG und Morningstar erfassten Anlagefonds um 17 Milliarden Franken zurückgegangen. Das entspricht einem Minus von 1,9 Prozent. Insgesamt 877 Milliarden Schweizer Franken steckten Anleger in die Fondsindustrie.

„Die markanten Einbußen an den europäischen Aktienbörsen sowie die Erstarkung des Schweizer Frankens im Berichtsmonat führten zu einem Rückgang des Fondsmarkt-Volumens“, sagt Markus Fuchs, Geschäftsführer der Swiss Funds & Asset Management Association SFAMA. Obligationenfonds (691,8 Millionen Schweizer Franken), Rohstofffonds (150,7 Millionen Schweizer Franken) und Geldmarktfonds (129,1 Millionen Schweizer Franken) hätten zugelegt. Gelder aus Aktienfonds, Anlagestrategiefonds und alternativen Anlagen wurden hingegen abgezogen.

Insgesamt konnten sich die Aktienfonds jedoch auch im Juni auf dem Platz der beliebtesten Anlagekategorien halten. 29,9 Prozent der Gelder entfielen in diese Kategorie. Obligationsfonds liegen mit einem Anteil von 32,6 Prozent knapp dahinter. Mit einem Marktanteil von 26,08 Prozent war die UBS der mit Abstand größte Anbieter am schweizerischen Fondsmarkt. Die Credit Suisse erreichte mit einem Volumen von rund 141 Millionen Schweizer Franken einen Marktanteil von 16,13 Prozent.

Bereits im vergangenen Jahr war es zu starken Schwankungen am Fondsmarkt gekommen. Das spiegelte sich auch im internationalen Fondsgeschäft wieder. Nach einem Rückgang des weltweitinvestierten Fondsvermögens im dritten Quartal 2015 stieg das Fondsvolumen um 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. „Das Fondsvermögen lag in Übersee Ende Dezember 2015 wieder knapp unter der Marke von 18 Billionen Euro. Auf unserem Kontinent – so die EFAMA in ihrem jüngsten Bericht – waren 12.3 Billionen Euro in Anlagefonds investiert.“

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