Paramount senkt auf Druck der EU-Kommission Hürden für Filmfans

Die EU-Kommission kann einen ersten Erfolg im medialen Geoblocking verzeichnen. Das US-Filmstudio Paramount öffnet seine Inhalte nun auch anderen europäischen Ländern.

Das US-Filmstudio Paramount gibt dem Druck der EU-Kommission nach und macht seine Filme für Kunden von Bezahlsendern in Europa besser zugänglich. Das zu Viacom gehörende Unternehmen akzeptierte nach Angaben der Brüsseler Wettbewerbshüter vom Dienstag die Auflagen und will seine Filme künftig auch Abonnenten von Sky UK außerhalb Großbritanniens und Irlands zur Verfügung stellen. Zugleich darf Paramount Bezahlsender aus dem EU-Ausland nicht mehr davon abhalten, ihre Pay-TV-Angebote im Vereinigten Königreich anzubieten. Nach Angaben der Brüsseler Behörde gelten die Zusagen der Amerikaner für fünf Jahre. Ähnliche Verfahren gegen die Vereinbarungen von Sky UK mit den US-Filmfabriken von NBCUniversal, Disney, Sony, Twentieth Century Fox sowie Warner Brothers würden weiterbetrieben.

Die EU-Kommission geht damit gegen das sogenannte Geoblocking vor, bei dem die Nutzung bestimmter Inhalte in Fernsehen oder Internet in anderen EU-Ländern eingeschränkt wird. Die US-Studios vergeben in der Regel pro Land nur eine Lizenz zur Ausstrahlung ihrer Werke. Deshalb scheiterten bisher die Versuche von EU-Ausländern, die beispielsweise in London arbeiten oder auf die britischen Inseln reisen, auf das Angebot von Anbietern aus ihren Heimatländern zugreifen zu können. Auch für Streamingdienste wie Netflix und MaxDome will die Brüsseler Behörde derartige Hürden abschaffen.

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