EnBW schreibt im ersten Halbjahr Verlust

Der Energieversorger EnBW hat im ersten Halbjahr rote Zahlen geschrieben. Unter dem Strich fiel ein Verlust von 194 Millionen Euro an im Vergleich zu einem Gewinn von gut einer Milliarde Euro im Vorjahreszeitraum, wie der drittgrößte deutsche Versorger am Donnerstag mitteilte.

Die weiter niedrigen Strompreise im Großhandel und vorgezogene Wartungsarbeiten im Atomkraftwerk Philippsburg haben der EnBW im ersten Halbjahr tiefrote Zahlen eingehandelt. Wie der drittgrößte deutsche Stromkonzern am Donnerstag mitteilte, wurde im Zeitraum von Januar bis Juni ein Verlust in Höhe von 194,2 Millionen Euro verzeichnet, nach einem Überschuss von 1,06 Millarden Euro vor Jahresfrist.

Finanzvorstand Thomas Kusterer erklärte die Verluste vor allem mit „temporären Effekten“ wie der früheren AKW-Revision. Dadurch wurde im ersten Halbjahr weniger Strom produziert. Auch wurde die Kernbrennstoffsteuer früher fällig.

„Das ohnehin sehr schwierige Marktumfeld hat sich in den vergangenen Monaten weiter verschlechtert“, erklärte Finanzchef Thomas Kusterer. Deshalb treibe die Energie Baden-Württemberg ihren Sparkurs weiter voran. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) brach von Januar bis Juni noch stärker ein als der Umsatz: Das Ebitda belief sich auf 967,5 Millionen Euro, 24 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Der Umsatz schrumpfte um zehn Prozent auf 9,8 Milliarden Euro.

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