Energie: China investiert Milliarden in Argentinien

China setzt seine Offensive in Südamerika fort und wird in Argentinien 25 Milliarden US-Dollar investieren. Das Land werde zum wichtigsten Partner in Energiefragen, sagte der Botschafter in Peking, Diego Guela, der Nachrichtenagentur Télam.

Viele der Projekte sind bereits geplant und stammen noch aus Abkommen mit der Regierung von Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner. China plant in dem Land Wasserkraftwerke, zwei Atomkraftwerke, und chinesische Firmen haben den Zuschlag für Bahn- und Straßenprojekte bekommen.

Alle bereits gestarteten und geplanten Projekte summieren sich zu der genannten Summe. Seit Jahren wächst der Einfluss, auch in Brasilien, Venezuela und Bolivien ist viel chinesisches Kapital unterwegs. Unter dem liberalen Präsidenten Argentiniens, Mauricio Macri, setzt auch die EU auf neue Investitionschancen in Südamerikas zweitgrößter Volkswirtschaft – deutsche Konzerne wie Siemens sehen hier Potenzial.

Argentinien war 2001 in die Pleite gerutscht. Die meisten Gläubiger hatten einem Schuldenerlass zugestimmt. Mehrere Hedgefonds bestanden aber auf der vollen Auszahlung ihrer Anleihen und klagten in den USA. Die neue argentinische Regierung unter Präsident Mauricio Macri hatte sich nach der Amtsübernahme vor vier Monaten für eine rasche Lösung in dem zähen Schuldenstreit eingesetzt. Schließlich einigte sich die Regierung auf einen Vergleich. Nach Angaben von Prat-Gay wurden seit Ende Februar insgesamt 220 Abkommen mit Hedgefonds abgeschlossen.

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