Bitcoin-Börse setzt nach Millionenklau den Betrieb aus

Die wichtige Bitcoin-Börse Bitfinex hat nach dem Diebstahl zahlreicher virtueller Münzen den Betrieb vorerst eingestellt.

„Wir haben eine Verletzung des Sicherheitssystems entdeckt, die uns dazu zwingt, dass wir alle Transaktionen aussetzen“, teilte das Unternehmen mit Sitz in Hongkong am Dienstag mit. Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtete, es gehe um knapp 120.000 Bitcoins mit einem Gegenwert von rund 65 Millionen Dollar (58 Millionen Euro).

Bitfinex kündigte an, dass zunächst festgestellt werden solle, was überhaupt passiert sei. „Später werden wir verschiedene Optionen prüfen, um auf die Verluste unserer Kunden zu reagieren.“

Der Fall erinnert an die gescheiterte Bitcoin-Plattform MtGox, der virtuelle Münzen in noch viel größerem Stil abhanden gekommen waren. MtGox setzte nach dem Verschwinden von rund 850.000 Bitcoins im Februar 2014 zunächst den Umtausch in reale Währungen aus und meldete kurze Zeit später Konkurs an.

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  1. Hans von Atzigen sagt:

    Ob das den zahllosen Freigeldtheoretikern, etwas Ernüchterung verschafft?
    Vermute nicht all zu viel.
    Eine Arbeitsteilige Volkswirtschaft braucht EIN bestmöglich verlässliches Zahlungsmittel.
    Die aktuellen erheblichen Probleme haben ihre Ursache nicht in diesem Grundsatz.
    Die Ursachen liegen an der längst laufenden unterminierung dieses Geldsystemes.
    Konkret am Umstand das Geldmengen-Regulierende Mechanismen ausgehebelt
    wurden. Ohne eine bestmögliche Koppelung von Geldmenge und Realwirtschaftsergebnis, ist ein bestmöglich stabiler Geldwert eine naive Illusion.
    Egal welche Gestalt- Ausführung das Geld hat.