Aufwind für Österreichs Autoindustrie

Das erste Mal seit drei Jahren ist der Fahrzeughandel in Österreich wieder gestiegen: 2015 um 3,2 Prozent auf 26,1 Milliarden Euro. In den ersten vier Monaten hat sich dieser Trend noch einmal beschleunigt, wie die aktuellen Daten der Bank Austria zeigen. Bis April gab es ein Plus von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

„Unterstützung findet der Optimismus der Unternehmen in der stark gestiegenen PKW-Nachfrage, die vom verbesserten Konsumentenvertrauen, den steuerreformbedingt höheren Realeinkommen und anhaltend günstigen Finanzierungsbedingungen angetrieben wird“, so die Ökonomen der Bank. Bis Juni dieses Jahres stiegen die Erstzulassungen sogar um 6,3 Prozent und die Ummeldungen bei Gebrauchtwagen um vier Prozent.

„Der gesamte PKW-Bestand in Österreich wird weiter wachsen, nicht zuletzt aufgrund der in den nächsten Jahren noch rasch steigenden Bevölkerungszahlen und der unverändert hohen Bedeutung des Autos im Alltag der Österreicher“, sagt Wolf von der Bank Austria. Neben dem Autohandel sind auch die Zulieferer ein wichtiger Teil des österreichischen Industriezweiges. Jedes Jahr werden rund 400.000 Automobile gefertigt. Vor allem BMW und Magna sind bedeutende Investoren in Österreichs Automobilsektor.

Während die Instandhaltungs- und Reparaturkosten für PKWs in Österreich sehr hoch sind, sind die Automobile in der Anschaffung recht günstig. In den vergangenen zehn Jahren sind die Kosten für den Kauf eines neuen bzw. gebrauchten Autos um 0,4 Prozent gesunken. „Wesentliche Kostentreiber waren die Instandhaltungs- und Reparaturleistungen, die seit 2005 um 42 Prozent teurer wurden.“ Mit einer Steigerung der Preise für Kfz-Werkstattleistungen um durchschnittlich jährlich 3,1 Prozent zwischen 2013 und 2015, lag Österreich auch über dem EU-Schnitt von 1,7 Prozent.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *