Deutscher Panzer-Hersteller Rheinmetall investiert in Türkei

Der deutsche Panzerhersteller Rheinmetall gründet mit der türkischen Firma BMC ein Gemeinschaftsunternehmen mit Hauptsitz in der Türkei. Es sollen gepanzerte Fahrzeuge für die Märkte in Zentralasien, Asien und am Golf produziert werden.

Der deutsche Panzerhersteller Rheinmetall gründet gemeinsam mit dem türkischen Lastwagen- und Nutzfahrzeughersteller BMC und dem malaysischen Militärkonzern Etika Strategi ein Gemeinschaftsunternehmen mit Hauptsitz in der Türkei. Die Absatzmärkte der neuen Gruppe sollen Zentralasien, die Golfstaaten und Asien sein. Produziert werden sollen gepanzerte Fahrzeuge. Defense News berichtet, dass Rheinmetall auch bei der Serienproduktion des türkischen Altay-Panzers mitwirken könnte.

Otometre berichtet, dass eine Zusammenarbeit mit der deutschen Autoindustrie bei der Entwicklung eines türkischen Autos künftig ebenfalls in Betracht kommen könnte. Für deutsche Konzerne eignet sich die Türkei mit ihrer politischen und wirtschaftlichen Anbindung an Europa als Standort, um Märkte in Asien, Afrika und im Nahen Osten zu erschließen.

Derzeit gibt es in der Türkei etwa 6000 deutsche Unternehmen oder Firmen mit deutscher Kapitalbeteiligung. Das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern lag 2015 bei rund 37 Milliarden Euro. In der Rangliste der wichtigsten deutschen Exportmärkte landet die Türkei auf Rang 14. Im vergangenen Jahr legten die Ausfuhren dorthin um mehr als 16 Prozent zu. Die deutschen Direktinvestitionen in der Türkei summieren sich auf rund 9,2 Milliarden Euro. Allein 2015 nahmen sie um 1,2 Milliarden Euro zu.

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