Mittelstands-Investor DBAG macht wegen Brexit-Votum Abstriche

Der vorübergehende Kurssturz an den Börsen nach dem britischen Votum zum Austritt aus der EU gefährdet die Gewinnprognose des Mittelstands-Investors DBAG. Vorstandschef Torsten Grede setzte am Donnerstag ein Fragezeichen hinter den zuletzt angepeilten Gewinn von 40 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2015/16.

Die Beteiligungen im Portfolio mussten Ende Juni um zwölf Millionen Euro abgewertet werden, weil die Börsenkurse von Firmen sanken, an denen die Deutsche Beteiligungs-AG (DBAG) den Wert ihrer eigenen Unternehmen misst.

Ob die 40 Millionen doch noch erreicht werden, hänge von der Entwicklung an den Kapitalmärkten in den nächsten sechs Wochen ab, erklärte Grede. Seit Anfang Juli haben sich Aktienkurse auf breiter Front wieder erholt. Die 32 Millionen Euro Gewinn – eine Steigerung von 20 Prozent zum Vorjahr -, die die DBAG Anfang des Jahres angepeilt hatte, seien aber weiter realistisch. Nach neun Monaten 2015/16 liegt das Ergebnis mit 26,3 (2014/15: 28,3) Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau.

Grede will die Dividende der DBAG vom erfolgreichen Verkauf von Beteiligungen unabhängiger machen, berichtet Reuters. „Künftig wollen wir eine stabile Dividende zahlen, die – wann immer möglich – erhöht werden soll“, kündigte er an. Bisher hatte die DBAG stets eine relativ niedrige Basisdividende – zuletzt 50 Cent je Aktie – gezahlt. Dazu gab es Sonderdividenden, je nachdem, ob und wie viele Unternehmen der Investor mit Gewinn verkauft hatte. Für 2015/16 stellte Grede eine Ausschüttung von mindestens 1,00 Euro in Aussicht. So viel hatte die DBAG auch 2014/15 gezahlt. In den meisten Jahren war die Dividende allerdings höher.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *