Analyse: Gewinn- und Umsatzwarnungen deutscher Unternehmen auf „Rekordhoch“

Immer mehr deutsche Unternehmen müssen nach Angaben der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young ihre Gewinn- oder Umsatzprognosen nach unten korrigieren. Als Gründe nannte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die „aktuellen wirtschaftlichen und politischen Turbulenzen“. Auch der starke Euro macht ihnen zu schaffen.

Im ersten Halbjahr gaben 26 Unternehmen Gewinn- oder Umsatzwarnungen heraus und schraubten damit ihre Erwartungen an die jeweiligen Kennzahlen nach unten, wie Ernst & Young am Donnerstag mitteilte. Dies sei ein „Rekordhoch“. Im Vorjahreszeitraum seien 25 Unternehmen betroffen gewesen.

Nach oben korrigieren mussten demnach zwischen Januar und Juni insgesamt 43 Unternehmen ihre ursprünglichen Prognosen. Das waren laut Ernst & Young deutlich weniger als vor einem Jahr, als die Zahl bei 61 lag, berichtet die AFP.

Als Gründe nannte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die „aktuellen wirtschaftlichen und politischen Turbulenzen“, die das operative Geschäft vieler Unternehmen beeinflussten. Darüber hinaus habe der starke Euro international agierenden Firmen Einbußen durch negative Währungseffekte beschert. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hatte für ihre Analyse alle 305 Unternehmen aus dem sogenannten Prime Standard der Börse in Frankfurt am Main betrachtet.

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