Tengelmann gibt Pläne für Discount-Kette in Russland auf

Der Handelskonzern Tengelmann hat seine Pläne zum Aufbau einer Lebensmittel-Discount-Kette in Russland aufgegeben. Das Unternehmen habe seine Anteile an den russischen Joint-Venture-Partner verkauft, erklärte eine Unternehmenssprecherin am Freitag.

Zuvor hatte das «Manager Magazin» von dem Rückzug berichtet. Der Abschied aus Russland sei für Tengelmann-Eigentümer Karl-Erivan Haub mit einem Millionenverlust verbunden, hieß es in dem Bericht. Dazu nahm das Unternehmen keine Stellung.

Laut «Manager Magazin» hatte Tengelmann in Russland den 2009 an die Edeka-Tochter Netto verkauften Discounter Plus bis 2022 mit rund 150 neue Filialen wieder aufleben lassen wollen. Doch hätten der russische Einmarsch auf der Krim und die daraufhin verhängten EU-Sanktionen für unerwartete Probleme gesorgt.

In Deutschland macht Tengelmann zurzeit vor allem durch den Streit um die Ministererlaubnis für den Verkauf der unternehmenseigenen Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann an Edeka Schlagzeilen, so die dpa.

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