Bundesregierung: Bürger sollen Lebensmittel und Bargeld bunkern

Die Bundesregierung fordert die Bürger auf, einen Lebensmittelvorrat für zehn Tage anzulegen. Dies soll für den Krisen-Fall dienen, von dem man nicht weiß, ob es sich um den Ausbruch eines Krieges oder einen Finanz-Crash handelt. Die Bundesregierung sorgt sich auch um die eigene Sicherheit.

Die Nachrichtenagentur AFP meldet am Sonntag um 9:13 Uhr:

Zum ersten Mal seit dem Ende des Kalten Krieges will die Bundesregierung die Bevölkerung einem Bericht zufolge wieder zum Anlegen von Vorräten animieren, damit sie sich im Fall einer Katastrophe oder eines bewaffneten Angriffs vorübergehend selbst versorgen kann. „Die Bevölkerung wird angehalten, einen individuellen Vorrat an Lebensmitteln von zehn Tagen vorzuhalten“, zitierte die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ aus einem Konzept für die zivile Verteidigung, das die Regierung am Mittwoch beschließen wolle.

Dem Bericht zufolge soll die Bevölkerung im Notfall zum Selbstschutz fähig sein, bevor staatliche Maßnahmen anlaufen, um eine ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln, Wasser, Energie und Bargeld sicherzustellen. Daher solle die Bevölkerung auch angehalten werden, zur Erstversorgung für einen Zeitraum von fünf Tagen je zwei Liter Trinkwasser pro Person und Tag vorzuhalten, heiße es in dem vom Bundesinnenministerium erarbeiteten Text.

Laut „FAS“ handelt es sich um die erste Strategie zur zivilen Verteidigung seit dem Ende des Kalten Krieges 1989. Sie war 2012 vom Haushaltsausschuss des Bundestages in Auftrag gegeben worden. In dem 69 Seiten langen Konzept heiße es, „dass ein Angriff auf das Territorium Deutschlands, der eine konventionelle Landesverteidigung erfordert, unwahrscheinlich“ sei. Dennoch sei es nötig, „sich trotzdem auf eine solche, für die Zukunft nicht grundsätzlich auszuschließende existenzbedrohende Entwicklung angemessen vorzubereiten“.

Interessant: Die FAZ berichtet in diesem Zusammenhang, dass sich die Bundesregierung auch Gedanken über ihre eigene Sicherheit macht. Die Zeitung schreibt, dass in dem Papier wörtlich stehe: „Für den Fall der Aufgabe des Dienstsitzes sind Vorkehrungen zu treffen, um die Aufgabenwahrnehmung einer Behörde an einen anderen, geschützteren Platz (Ausweichsitz) verlagern zu können.“

Es ist unklar, ob diese Vorbereitungen mit einem möglichen Kriegsfall zu tun haben. Die Bundesregierung hat erst kürzlich ihre Militär-Strategie verändert und betrachtet Russland als Feind. Die Nato hält einen Angriff Russlands auf das Nato-Territorium für möglich. Daher will die Nato die USA und die EU auch außerhalb des eigenen Territoriums verteidigen. Die Nachrichtenagentur Reuters schreibt, dass in dem Konzept „die Notwendigkeit eines verlässlichen Alarmsystems, eines besseren baulichen Schutzes von Gebäuden und ausreichender Kapazitäten im Gesundheitssystem erörtert“ würde. Reuters weiter: „Die zivile Unterstützung der Streitkräfte solle wieder zu einer Priorität werden. Dazu gehörten Eingriffe in die Verkehrslenkung, wenn die Bundeswehr Kampfverbände verlegen muss.“

Der Hinweis mit dem Bargeld könnte allerdings auch auf einen möglichen Banken-Krach schließen lassen. Nach dem jüngsten Stresstest der EZB scheint dies allerdings kein unmittelbar bevorstehendes Ereignis zu sein. Allerdings wurden im Stresstest wichtige Parameter wie die niedrigen Zinsen nicht berücksichtigt, weshalb der Test nach Einschätzung des ehemaligen EZB-Chefvolkswirts Jürgen Stark nur bedingt aussagekräftig ist.

Die Maßnahme könnte aber auch im Zusammenhang mit der Verschärfung der allgemeinen polizeistaatlichen Maßnahmen stehen, die die Bundesregierung in den kommenden Wochen auf den Weg bringen möchte. Der offizielle Grund für diese Maßnahme ist eine verschärfte Terror-Lage, die die Bundesregierung zu erkennen glaubt. Durch den Krieg in Syrien und die Destabilisierung des Irak und Libyens ist die Sicherheitslage in Europa angespannt. Die Allianz des Westens und der Golfstaaten ist durch das Eingreifen Russlands in die Defensive geraten. Am Wochenende haben sich die Spannungen verschärft. Die US-Luftwaffe ist in erhöhter Alarmbereitschaft. Die Töne gegen Russland wurden erneut verschärft, zuletzt von einem ehemaligen CIA-Direktor, der für Hillary Clinton im Wahlkampf agiert. 

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums wollte sich laut AFP zu den Inhalten des Konzepts nicht äußern. Er verwies auf eine geplante Pressekonferenz von Ressortchef Thomas de Maizière und dem Präsidenten des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Christoph Unger, am Mittwochnachmittag.

Kommentare

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  1. Mossbach sagt:

    Eine bis 2 zwei geeignete EMP Bomben reichen um und ein Staat wie Deutschland in das Mittelalter zurückzuwerfen…
    Und für USA oder Russland braucht man keine 8 Stück.
    Allen Gebäude und Menschen tun diese EMP Waffen direkt Nichts an.
    Aber fast gesamte Elektronik wird zerstört, die unsere Infrastrukturen steuert.
    Strom, Wasserversorgung, Telefon, Handy, Internet, Bankwesen, usw. bricht zusammen
    Die Stadt- Menschen werden ohne Infrastruktur langsam an Siechtum krepieren.
    Die besten Chancen bekommen Buschvölker, und Bauern die noch das 50 Jahre alte Wissen haben.
    Und sowohl USA und auch Russland bzw. China haben solche Waffen.
    Wahrscheinlich kreisen bereits in Erdumlaufbahnen mehrere Satelliten, die solche Nutzlast jederzeit abwerfen können.
    (EMP = Elektromagnetischer Puls)

  2. Hans von Atzigen sagt:

    Macht durchaus Sinn etwas Reserven im Haushalt vorzuhalten.
    Zur Not kann man auch mit entsprechenden länger haltbaren,
    einfachen Grundnahrungsmitteln über einige Zeit über die
    Runden kommen.
    Die alles entscheidende Frage ist WAS DANACH.
    Die Strukturen im grossen Wirtschaftsablauf sind innzwischen
    längst auf einen reibungsfreien ablauf des permanenten
    Güterstromes eingespielt ZB. auch im Agrarbereich.
    Entsprechende Puffer, Lagerhaltung ist nur noch
    bedingt verfügbar.
    Alles hängt davon ab ob ernsthafte Störungen in diesen
    komplexen ,,Netzwerk,, innerhalb eines entsprechenden
    Zeitrahmens beherrschbar bleiben. Auf begrenzte Zeit
    in Räumlich und Volumenmässigen Rahmen bleibt so etwas
    sicher beherrschbar.
    Ab Punkt X ergeben sich jedoch unabwendbar Dommino
    und Kummulierungseffekte. Die Palette der Negatiev-Effekte
    mit entsprechender Wirkung ist sehr Umfangreich.
    So nebenbei:
    Was die Russen in Europa grossflächig nach klassischer
    ,,Manier,, in Europa grossflächig erobern sollte, über das
    diese nicht selber verfügen weiss kein Mensch.
    Denkbar ist ein entsprechender angepasster Präventivschlag,
    sollte die NATO im Russischen Vorfeld eine kritische
    Kampfmasse aufbauen.
    Einen grossangelegten Eroberungsfeldzug könnte auch
    die innzwischen wieder gut aufgestellt Russische Armee
    nur auf begrenzte Zeit durchhalten.
    Das gleiche gilt grundsätzlich auch für die NATO.
    Sollte es trotzdem zu grösseren Ferwerfungen kommen,
    dann werden nicht mehr die bewaffneten Auseinandersetzungen
    die grossen Todesurschan sein, sondern der Zusammenbruch
    der Ordnung,der kompexen Strukturen, der grossflächigen Versorgung.
    Die Menscheit hat innzwischen ein gigantisches Problem.
    Die gegebenen Möglichkeiten des Planeten sind auf breiter
    Front in den Brutovolumina ganz erheblich am Limit bis
    erheblich übervordert.

  3. Andrea sagt:

    Hey Fr Merkel wie sollen das Hartz4 Empfänger .. gering fügige Mitarbeiter oder 8,50 € Lohner grad mit Familie ? .. jeder zahlt seine Rechnungen und mehr als ihm zusteht ..aber für Asylbewerber ist Geld da und siehe da laut der Nachricht ist wohl Krieg und Terror angekündigt was soll keiner wissen .. hauptsache wir legen Vorräte an .. hey geht es noch ?

    • Andrea sagt:

      sorry an alle die meckern aber hier in Sachsen Anhalt hat man keine große Möglichkeit Geld zu scheffeln

  4. H. J. Weber sagt:

    Schon sinnvoll, denn wer möchte nach 2 oder 3 Tagen sich bei LIDL oder ALDI um Lebensmittel prügeln.
    Da aber Regierungen dazu neigen, auf uns zukommende Probleme zu bagatellisieren, bin ich ja mal gespannt, was da wirklich auf uns zukommt.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  5. Renate Hoffmann sagt:

    Nun ist es scheinbar so weit, daß die friedliche Zeit ihrem Ende zugeht.

    Ich habe den 2. Weltkrieg von Anfang bis zum bitteren Ende mit erlebt und die Nachkriegszeit. Ich habe in Magdeburg im Luftschutzkeller gesessen wärend die Bomben runterkrachten. Auchim Zughabe ich gesessen, während er von den Fliegern beschossen wurde. Zum Ende des Krieges wurde von den Tieffliegernaufalles geschossen, was sich bewegte–auch davon wurden wir Kinder nicht verschont.Ich habe gehofft, daß ich so etwas nicht noch einmal erleben muß.